Ibrahim A. tötete Teenager in Regionalbahn bei Brokstedt: Lebenslange Haft für Mörder von Ann-Marie (17) und Danny (19)
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Im Prozess um die tödliche Messerattacke im schleswig-holsteinischen Brokstedt hat das Landgericht Itzehoe den Angeklagten Ibrahim A. am Mittwoch wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 34-Jährige im Januar 2023 in einem Regionalzug zwei Menschen erstochen und vier schwer verletzt hat.
Am 25. Januar 2023 hatte der 34-Jährige staatenlose Palästinenser Ibrahim A. in einem Regionalexpress von Kiel nach Hamburg auf Höhe der Kleinstadt Brokstedt auf Mitfahrer eingestochen. Bei der Attacke starben die 17-jährige Schülerin Ann-Marie und ihr 19-jähriger Freund Danny. Außerdem wurden vier weitere Personen verletzt, eine 54-Jährige nahm sich später das Leben.
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Ann-Marie war eine fröhliche junge Frau, die mit Freude in ihre Zukunft geschaut hat.
Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer eine lebenslange Freiheitsstrafe und besondere Schwere der Schuld. Der Angeklagte habe aus Frust über einen erfolglosen Termin bei der Ausländerbehörde in Kiel gehandelt.
Psychiatrischer Sachverständiger: „Ibrahim A. voll schuldfähig“
In dem mehr als zehn Monate langen Prozess mit 38 Verhandlungstagen und 97 Zeugen sowie Gutachtern war es auch um die Frage gegangen, ob der Angeklagte schuldfähig ist. Der Verteidiger hält den 34-Jährigen aufgrund einer psychotischen Störung für nicht schuldfähig und verlangt die Einweisung in eine forensische Psychiatrie. Für den Fall, dass das Gericht dem nicht folgt, plädierte er auf eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren wegen zweifachen Totschlags sowie vierfacher gefährlicher oder schwerer Körperverletzung.
In einem bewegenden Gespräch mit NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt schilderte Ann-Maries Vater Michael seine Gefühle nach der Tat:
Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte das Vorliegen einer Psychose bei Ibrahim A. verneint. Er sei voll schuldfähig. Er sehe psychotische Symptome, aber keine Psychose, hatte der Gutachter Arno Deister gesagt. Es liege eine schwere posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) vor. Der Vorsitzende Richter Johann Lohmann hat bereits erklärt, dass die Kammer von einer PTBS des Angeklagten zur Tatzeit, nicht jedoch von einer Psychose ausgeht.

Ann-Marie und ihr Freund verloren am 25. Januar 2023 durch einen brutalen Messerangriff eines Islamisten ihr Leben.
Ibrahim A. war im Gazastreifen aufgewachsen und den Erkenntnissen zufolge 2014 nach Deutschland gekommen. Er lebte zunächst in Nordrhein-Westfalen und zog später nach Kiel. Bis wenige Tage vor der Tat hatte der Angeklagte wegen einer anderen Tat in Hamburg in Untersuchungshaft gesessen. Dort und später in der Untersuchungshaft in Schleswig-Holstein war er als renitent aufgefallen. Mehrere Ärzte berichteten vor Gericht von der Verdachtsdiagnose eine Psychose.
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