„Ich bin nicht queer, ich bin schwul“: Jens Spahn wettert gegen das Selbstbestimmungsgesetz
Ein Beitrag von
Der frühere Bundesgesundheitsminister und heutige Unionsfraktionsvize Jens Spahn (CDU) hat massiven Widerstand der Union gegen das von der Ampel geplante „Selbstbestimmungsgesetz“ angekündigt, das es künftig ermöglichen soll, einmal pro Jahr per mündlicher Ansage sein Geschlecht in den Meldeunterlagen zu ändern.
Im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“ sagte Spahn: „Wenn man sich hinsetzt mit Fachleuten und für diese Menschen etwas tun will, wäre ich fachlich immer sofort dabei. Hier wird aber eine ideologische, linke Politik gemacht, die sogar noch die eigenen Ziele des Frauenschutzes und der Gleichberechtigung von Frauen infrage stellt. Das ist völlig gaga.“
Der Bundestag wird das Selbstbestimmungsgesetz in dieser Woche in erster Lesung behandeln.
„Ich habe mir nicht gesagt: Ich will jetzt schwul sein“
Spahn ging im Gespräch ausdrücklich auf Distanz zur gesamten Identitätspolitik.
„Ich bin nicht queer, ich bin schwul“, so Spahn. „Ich bin ja nicht morgens wach geworden und habe mir gesagt: Ich will jetzt schwul sein. Ich bin es einfach. Und deswegen kann ich mit diesem ‚Ich-definiere-mich-jetzt-mal-als-dies-oder-jenes‘ wenig anfangen.“

CDU-Politiker Jens Spahn im Gespräch mit NIUS-Politikchef Ralf Schuler
Der Politiker weiter: „Wenn ich mir überlege, wie es für jemanden wie mich vor zwanzig Jahren in Deutschland war und wie es heute ist, was bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau passiert ist. Es ist viel erreicht worden. Und aus dieser Superidee der Gleichberechtigung wird jetzt eine Ideologie, wo wieder nach Ethnie, Religion, sexueller Identität eine Rangfolge entsteht und bei der man dann vor allem unter ‚alter weißer Mann‘ zusammengefasst wird.“
„Es ist kein Kulturkampf, es ist Kulturverteidigung“
Spahn warnte auch vor den Folgen des Selbstbestimmungsgesetzes: „Ich bin sehr sicher, wenn das mal beschlossen ist und es die ersten Fälle gibt, wo das Thema Frauenschutz infrage steht, dann wird die öffentliche Aufmerksamkeit sehr groß sein, und alle werden denken: Was ist denn da eigentlich passiert? Wenn wir das thematisieren, dann heißt es immer, wir würden einen Kulturkampf führen. Nein, wir machen Kulturverteidigung.
Und dann kommen einige und sagen: Wenn du sagst, es gibt zwei biologische Geschlechter, dann bist du schon rechtsradikal. Die sind es, die den Kulturkampf anfangen, und ich bin nicht bereit, da einfach zu schweigen und zuzugucken, nur weil jemand uns Kulturkampf vorwirft.“
Das ganze Interview sehen Sie hier:
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare