„Ich kämpfe für Gerechtigkeit“: Bas rechtfertigt sich bei Illner für Arbeitgeber-Spruch
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„Wie wütend waren Sie, als sie das erlebt haben?“, fragte Moderatorin Maybrit Illner am Donnerstagabend Arbeitsministerin Bärbel Bas zu deren Auftritt beim Arbeitgebertag, als das Arbeitgeber-Publikum lachte, nachdem Bas erklärt hatte, die versprochene Renten-Haltelinie belaste das Rentensystem nicht, da sie aus Steuermitteln finanziert sei.
Bas: „Das Ganze hat ja eine Vorgeschichte gehabt. Wir hatten seit Wochen eine zugespitzte Situation. Mir wurde öffentlich immer wieder unterstellt, ich hätte in diesen Entwurf irgendwas reingefummelt. Ich wäre über den Koalitionsvertrag hinausgegangen – was alles nicht stimmt. Ich musste mir schon im Vorfeld eine Menge gefallen lassen. Die Debatte war so aufgeheizt, dass das ein Höhepunkt war. Ich hätte, glaube ich, sagen können, was ich wollte. Ich war die Projektionsfläche der Frau, die nicht einsehen will, dass das alles sehr viel kostet.“ Sie habe lediglich darauf aufmerksam machen wollen, „dass ich auch im Blick habe, die, die davon leben müssen. Und das ist halt für viele sehr, sehr wenig.“ Es gebe Rentner, denen es gut gehe, da sie eine gute Betriebsrente und eine Zusatzversorgungskasse hätten. „Aber das haben halt viele nicht.“
Auf Illners Frage, warum die Arbeitgeber gerade bei ihr gelacht hätten, antwortet Bas: „Das weiß ich nicht, beziehungsweise ich ahne es: Ich stand bei der ganzen Debatte im Mittelpunkt. Ich bin die Frau gewesen, die sich angeblich nicht rührt, die auf ihrem Gesetz beharrt.“
„Ich kämpfe für Gerechtigkeit“
Die Arbeitsministerin lamentiert: „Ich habe dafür gekämpft, für Arbeitnehmerrechte, übrigens auch für die Sozialpartnerschaft, und bin ausgelacht worden, als ich dafür gekämpft habe, dass es kleine Renten gibt und dass ich die stabilisieren will, und wie wir das finanzieren. Und insofern hat sich bei mir dann auch was entladen. Wenn ich für die Leute kämpfe, die nicht große Lobbyverbände an ihrer Seite haben, sondern die einfach von der Rente leben müssen. Insofern kämpfe ich nicht gegen Arbeitgeber, sondern gegen die Ungleichheit, die gerade stattfindet, und ich kämpfe für Gerechtigkeit für die Leute.“
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