Im Asyl-Flieger nach Berlin saßen 155 Afghanen – aber nur fünf davon waren wirklich Ortskräfte
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155 Afghanen kamen am Dienstag per Charterflugzeug aus Islamabad (Pakistan) nach Berlin, um in Deutschland Schutz zu bekommen. Jetzt stellt sich heraus: An Bord waren nur fünf ehemalige Ortskräfte, die in ihrer Heimat tatsächlich unter Lebensgefahr standen.
Die fünf Personen hatten laut Bild bis zur Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 für die Bundeswehr und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gearbeitet. Sie wurden laut Bericht von 22 engen Familienangehörigen nach Deutschland begleitet.
Hintergrund: Einheimische, die bei deutschen Institutionen in Afghanistan gearbeitet haben, wurden von den Taliban aggressiv verfolgt und lebten nach der Machtübernahme definitiv in Lebensgefahr. Etliche von ihnen waren samt Familien bereits ins Nachbarland Pakistan geflüchtet.
Laut Bild, die sich auf Regierungskreise beruft, befanden sich an Bord des Charterflugs 80 Frauen und 61 Minderjährige, davon 42 Kinder unter 10 Jahren. Auch Menschenrechtsaktivisten, eine Polizistin und andere ehemalige Staatsbedienstete und ein Journalist sollen an Bord gewesen sein.
Verdächtig: Gegen drei Passagiere stellte die Bundespolizei laut Bild-Recherchen nach der Landung am BER direkt Strafanzeige. Sie sollen mit sogenannten „Proxy-Pässen“ eingereist sein, die in Deutschland nicht anerkannt sind. Es handelt sich dabei laut Bild um Papiere, die von den Taliban willkürlich vergeben werden und nicht offiziell beantragt werden müssen.
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