System versagt! Immer weniger Bürgergeld-Empfänger bekommen einen Job
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- Der Sprung vom Minijob in feste Arbeit gelingt immer seltener: 2017 wurden laut Bundesregierung noch 102.084 Minijobber in sozialversicherungspflichtige Jobs vermittelt, 2025 bis September nur 50.831.
- Auch bei Vollzeitstellen zeigt sich der Einbruch: Die Zahl der Integrationen fiel von 33.953 im Jahr 2017 auf 16.315 bis September 2025.
- Besonders brisant: Im November wurden laut Arbeitsmarktbericht nur 59.000 Integrationen in reguläre Beschäftigung gezählt – eine historisch schwache Quote von 1,5 Prozent.
Der Minijob sollte für viele Bürgergeld-Empfänger einmal das Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt sein. Doch genau dieser Weg funktioniert offenbar immer schlechter: Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage geht hervor, dass der Übergang aus geringfügiger Beschäftigung in reguläre Arbeit deutlich schlechter funktioniert als noch vor einigen Jahren. Das berichtet Bild.
Während 2017 noch 102.084 Minijobber in sozialversicherungspflichtige Jobs vermittelt wurden, waren es 2025 bis einschließlich September nur noch 50.831. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr entspräche das rund 67.775 Vermittlungen.

Immer weniger Menschen im Bürgergeld werden in Jobs vermittelt.
Auch bei der Vermittlung in Vollzeit ist der Rückgang deutlich: von 33.953 Integrationen im Jahr 2017 auf 16.315 bis September 2025, hochgerechnet rund 21.753. Obwohl die Zahl der ausschließlich geringfügig beschäftigten Bürgergeld-Empfänger gesunken ist, gelingt der Weg in existenzsichernde Arbeit laut dem Bericht von Bild immer seltener.
Der AfD-Abgeordnete Jan Feser, der die Zahlen mit seiner Anfrage öffentlich gemacht hat, erhebt deshalb einen schweren Vorwurf. Die Bundesagentur für Arbeit verwalte Arbeitslosigkeit „größtenteils nur noch, anstatt sie wirksam zu beenden“. Und weiter sagt er: „Minijobs werden vielfach zum missbrauchsanfälligen Dauerzustand, statt als Brücke in echte Beschäftigung zu dienen.“
Auch die neuesten Daten deuten laut Bericht nicht auf eine Trendwende hin. Im aktuellen Arbeitsmarktbericht von Ende März wurden für den vergangenen November insgesamt 59.000 Integrationen in reguläre Beschäftigung gezählt. Das entspricht einer Quote von nur 1,5 Prozent. Noch alarmierender wirkt eine weitere Zahl: Fast die Hälfte der Stütze-Empfänger, die eine Beschäftigung aufnehmen, verliert ihren Job offenbar schon nach kurzer Zeit wieder. Nur 56 Prozent sind nach drei Monaten tatsächlich weiterhin raus aus dem Bürgergeld.
Der Befund ist damit klar: weniger Übergänge, schwächere Quoten, wenig Stabilität. Aus dem Minijob wird für viele offenbar nicht die Brücke in ein selbsttragendes Arbeitsverhältnis, sondern eine Sackgasse.
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