„Inhaltlich: Sieg für Weidel. Beim Thema Sympathie: Punkt für Wagenknecht“
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Es war eines der spannendsten Politiker-Duelle der vergangenen Monate: AfD-Chefin Alice Weidel und BSW-Spitze Sahra Wagenknecht bei Welt Fernsehen. Über eine Stunde diskutieren die zwei Spitzenpolitikerinnen mal hitzig, mal versöhnlich miteinander. Bei NIUS Live analysieren Ralf Schuler und Julian Reichelt, wer aus dem Duell als Siegerin hervorgeht.
„Aus meiner Sicht war Wagenknecht anschlussfähiger als Alice Weidel für das bürgerliche Milieu. In der Haltungsnote leichte Vorteile für Sahra Wagenknecht, sie hat eine größere Fähigkeit, sympathisch, empathisch und freundlich rüber zu kommen“, kommentiert Reichelt. „Insgesamt fand ich die Präsentation von Wagenknecht etwas vornliegend“, so Ralf Schuler. Die ehemalige Linken-Politikerin sei sowohl rhetorisch als auch äußerlich souverän und wach aufgetreten. Reichelt fasst zusammen: „Inhaltlich: Sieg für Weidel. Beim Thema Sympathie: Punkt für Wagenknecht“.
„Es war ein Bruch mit der politischen Rhetorik des Unklaren“
Insgesamt beurteilt der NIUS-Politik-Chef Schuler das Duell als „außerordentlich erfrischend“. Auch Reichelt spricht von einem der „nachvollziehbarsten, verständlichsten, schnörkellosesten Politprogramme seit vielen Jahren“. Weidel und Wagenknecht reihten sich nicht ein, in die „politische Relativismus-Sprache“, sondern präsentierten ihre Pläne für das Land klar und ohne Umschweife aus. „Man sieht in diesem Duell, warum die traditionellen Parteien diese beiden Frauen so sehr fürchten. Es war ein Bruch mit der politischen Rhetorik des Unklaren“, so der NIUS-Reporter.
Beide Parteien hätten je ein markantes Problem, das ihnen sowohl bei Koalitionen, als auch bei der Wählbarkeit allgemein unter Bürgerlichen im Weg stehen könnte. In der AfD heiße das Problem Björn Höcke. „Die AfD hätte die Chance auf Anschlussfähigkeit und Regierungsverantwortung ohne Björn Höcke. Mit Björn Höcke nicht. Alice Weidel ist klug genug, das zu wissen“. Ob sie es schaffe, ihn aus der Partei auszuschließen, sich von ihm zu distanzieren, entscheide über die Zukunft der Partei, so Julian Reichelt.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht schleppe einerseits die kommunistische Vergangenheit der Parteispitze hinter sich her und verbaue sich durch antisemitische, judenfeindliche Positionen und Aussagen im Israel-Gaza-Konflikt die Anschlussfähigkeit zu Mitte-rechts-Parteien. „Für mich, nach dem, was ich gestern gesehen habe, absolut ausgeschlossen in der härtesten Form für die CDU, sich von einer lupenreinen Antisemitin und Israelhasserin sich zur Macht verhelfen zu lassen“, kommentiert Reichelt bei NIUS Live. Die CDU habe schon jetzt so viele Kernpunkte ihrer Politik aufgegeben, wenn sie mit dem BSW koaliere, höre sie auf, CDU zu sein.
Die ganze Sendung NIUS Live:
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