Israel-Hass und Kindesmissbrauch: Alle gucken zu und halten den Mund
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Man kann den CSD aus vielen Gründen ablehnen. Etwa, weil er sich in den letzten Jahrzehnten zu einer unerträglichen Cringe-Veranstaltung (deutsch: erschaudern) entwickelt hat, auf der sich Riesen-Konzerne und Parteien, die sich sonst nicht um die Rechte von Minderheiten scheren, ein progressiveres Image verpassen.
Und so geht's: Konzerne und Parteien besorgen sich einen Truck, hüllen ihn in Regenbogenfarben und plappern Phrasen nach, die ihnen ihre Diversity-Abteilung vorher zurechtgelegt hat.
Doch der Missbrauch der Moral für das eigene Image war bei dem Berliner CSD das kleinere Problem. Am Samstag wurde deutlich, wie krass sich unsere Gesellschaft in eine gefährliche Ideologie verstrickt hat.
Denn: Wenn unter der Regenbogenflagge Kinder missbraucht werden und dutzende queere Demonstranten die Auslöschung des Staates Israel fordern, dann hat Deutschland ein massives Problem. Genauer: Ein Problem mit einer Ideologie, die nicht in Frage gestellt werden darf, weil es gerade zum guten Ton gehört, den Regenbogen bedingungslos abzufeiern.
Dutzende Kinder wurden von ihren Eltern am Samstag mit auf den CSD genommen. Es gab Teenies, Kleinkinder, Babys in Kinderwägen, Babys in Tragetüchern, die der Parade zuguckten. Sie starrten auf nackte alte Männer mit Penisring, auf Fetischisten, wie Puppys, Furrys, Infantilisten (Männer mit Schnuller und Windel) und skurrilste Ausformungen des BDSM, die man sonst nur in den Kellern der Berliner Szene-Clubs zu sehen bekommt.
Direkt vor einem kleinen Mädchen wurde ein Mann, der auf dem Boden krabbelte, ausgepeitscht.
Das Mädchen war verstört, die Eltern aber jubelten. Denn für sie ist der CSD ein „Zeichen für Diversität“, eine Demonstration für „Vielfalt und Toleranz“. Man muss die Regenbogenflagge gut finden, ansonsten ist man ein „Nazi“. Genau so haben sie es in unzähligen Beiträgen von ARD und ZDF gelernt, genau das beten diverse Politiker seit Jahren vor.
Wer seine Kinder zu solchen Veranstaltungen mitnimmt, begeht Kindemissbrauch. Wer so etwas macht, verstört sie, schadet ihnen, traumatisiert sie. Dass wir diesen gesunden Menschenverstand verloren haben, weil wir so sehr an das Gute hinter der Regenbogenflagge glauben, ist eine unfassbare Entwicklung. Sie zeigt, wie es eine Ideologie schaffen kann, sämtliche Eckpfeiler eines moralischen Systems zu zerstören, während alle zugucken und schweigen oder gar jubeln.
Ein paar Kilometer entfernt am Berliner Herrmannplatz fand später die „Internationalistische Queer Pride“ statt. Eine Veranstaltung, die sich von dem eigentlichen CSD abgrenzen will, weil man sie als „zu kapitalistisch“ und „zu rassistisch“ empfindet. Ganz vorne mit dabei: Israel-Hasser und Antisemiten.
Dort skandierte Demonstranten die Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“ (Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein), die für die komplette Auslöschung des Staates Israel steht. Noch vor einem Jahr wurden solche Sprüche auf derselben Veranstaltung nur in kleinen Gruppen skandiert. Dieses Jahr brüllte eine ganze Meute mit – und zwar immer und immer wieder. Daneben wehte die Regenbogen-Flagge, die Progress-Flag, Trans-Flaggen und Transparente mit der Auffschrift „Protect Trans Kids“.
Dass Israel das einzige freie Land im Nahen Osten ist, in dem man betrunken und zugedrogt in Fetisch-Kleidung auf offener Straße zu lauter Techno-Musik tanzen kann, ohne dafür verhaftet, verprügelt oder umgebracht zu werden, kam den Demonstranten nicht in den Sinn. Stattdessen bezeichneten sie Israel als „Apartheid-Staat“, hielten Schilder hoch mit „Jewish Queers for BDS(M)“. Daneben: Die weiße, deutsche Transfrau, die sich von den falschen Pronomen in ihrer Würde verletzt fühlt.
Genau dieser absurde Realitätsverlust ist ein weiteres Zeichen dafür, wie mächtig die queere Bewegung geworden ist und was sie für einen Schaden anrichtet. Und das Schlimmste ist: Alle gucken zu – und halten die Klappe.
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