JU-Chef Winkel fordert: „Stadtbild“-Gipfel soll nicht im Kanzleramt, er soll in Gelsenkirchen stattfinden
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Der Koalitionsstreit geht in die nächste Runde! Nachdem die SPD einen sogenannten „Stadtbild-Gipfel“ im Kanzleramt einberufen hatte, legt der Chef der Jungen Union einen drauf. Er fordert, dass der Gipfel in Gelsenkirchen stattfinden solle, damit die „Genossen sich der Realität stellen“. Das verkündete der Vorsitzende der Jungen Union Johannes Winkel am Montagmorgen auf der Plattform X.
Auslöser der jüngsten Eskalation war Merz’ Bemerkung über das migrantisch geprägte „Stadtbild“, die sich immer mehr zu einer Regierungskrise entwickelt. SPD-Chef Lars Klingbeil attackierte den Kanzler öffentlich, warf ihm „Spaltung“ vor und stellte sich demonstrativ an die Spitze der Kritiker. Am vergangenen Freitag folgte SPD-Vizefraktionschefin Wiebke Esdar, die sich bei einer Demonstration in Bielefeld sogar in die erste Reihe einer Demo gegen den eigenen Regierungschef stellte. Droht die Koalition auseinanderzubrechen?
„Stadtbild-Gipfel“ in Gelsenkirchen-Süd als „heilsame Schocktherapie“?
Nach der Merz-Diagnose, Deutschland habe „ein Problem im Stadtbild“, bekommt die Debatte nun einen ganz neuen Drall: Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, fordert auf X, den angekündigten Gipfel nicht in Berlin, sondern im Süden Gelsenkirchens abzuhalten, dort, wo die SPD einst fest verankert war. So würden, schreibt er, „die Genossen“ mit der Realität in ihren ehemaligen Hochburgen konfrontiert; für manche Parteispitzen könne das zur „heilsamen Schocktherapie“ werden.

Die Gelsenkirchener Bahnhofstraße, unweit des Hauptbahnhofes.
Kurz darauf legt Winkel nach und präzisiert die Rahmenbedingungen als Signal der Bodenhaftung: „Anreise mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, ohne Security.“
Aus der SPD liegt zu dem Vorstoß bislang keine Reaktion vor.
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Marc Sierzputowski
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