Juso-Strategiepapier: „Oben gegen unten“ – Nachwuchs-SPD setzt offen auf Klassenkampf
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Der Juso-Bundesvorstand bläst zum Klassenkampf: In einem neuen Strategiepapier wird ein politisches Weltbild gezeichnet, das offen auf gesellschaftliche Konfrontation setzt. Statt Ausgleich und Konsens rücken die Nachwuchssozialisten in kämpferischem Ton Konflikte zwischen gesellschaftlichen Gruppen ins Zentrum.
Wörtlich heißt es, der zentrale politische Konflikt müsse wieder sichtbar gemacht werden als: „Oben gegen Unten, Arm gegen Reich.“ Damit definieren die Jusos Politik ausdrücklich als Klassenkampf. Gesellschaft wird nicht als Gemeinschaft mit unterschiedlichen Interessen und Aufgaben beschrieben, sondern als chronischer Lagerkonflikt.
„Kapitalistische Ausbeutungslogik überwinden“

Auch SPD-Chefin Bärbel Bas bediente sich vor wenigen Wochen beim Juso-Parteitag einschlägiger Klassenkampf-Rhetorik.
Ebenso unverblümt äußern sich die Jusos zur Systemfrage. Ziel sei die „Überwindung der gesellschaftlichen Ausbeutungslogik“. An anderer Stelle heißt es gar: „Wir haben den Anspruch die kapitalistische Ausbeutungslogik zu überwinden.“ Ein direkter Angriff auf das bestehende Wirtschaftsmodell! Der Kapitalismus soll nicht im sozialdemokratischen Sinne verändert oder verbessert, sondern gleich ganz abgeschafft werden.

Vertraut: Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer und SPD-Chefin Bas
In diesem Stil geht es weiter: Klimaschutz sei „nur gegen die Profitinteressen des Kapitals durchsetzbar“. Mit anderen Worten: Unternehmen müssen geschwächt oder verstaatlicht werden, um Klimaschutz möglich zu machen.
Das Selbstverständnis der Jusos in einem Satz: „Wir führen Verteilungskämpfe aus dem Mut zur gesellschaftlichen Erneuerung für die Würde der Vielen und gegen die Gier der Wenigen.“
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