Kabinettsklausur der Bundesregierung kostete mehr als 230.000 Euro
Ein Beitrag von
Teambuilding und „wichtige Weichenstellungen“ für den „Herbst der Reformen“ stand auf dem Programm der ersten gemeinsamen Kabinettsklausur der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), die am 30. September und 1. Oktober in der Berliner Villa Borsig am Tegeler See stattfand. Eine Zusammenkunft, die am Ende mit 230.658 Euro zu Buche schlug, wie der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Michael Meister (CDU) jetzt auf Anfrage des AfD-Abgeordneten Maximilian Kneller mitteilte.
Frühere Bundesregierungen hatten für ihre Klausuren meist das Gästehaus im Brandenburgischen Meseberg genutzt, wo Kanzler, Minister und Mitarbeiter auch übernachten können. Um andere Bilder als etwa die Ampel-Regierung zu produzieren, hatte sich Merz für die Räumlichkeiten der Akademie des Auswärtigen Amtes in der Villa Borsig am Tegeler See in Berlin entschieden, sodass die Teilnehmer als „Heimschläfer“ deutlich weniger Kosten verursachten.
Wie die mehr als 230.000 Euro am Ende doch wieder zustande kamen, rechnet Meister in dem Schreiben punktgenau vor:
Demnach kostete das Catering inklusive Service 37.167 Euro. Die Reisekosten für Gäste beliefen sich auf 2.709 Euro. Größter Einzelposten war die Veranstaltungstechnik für 156.835 Euro. Der Shuttle-Service vom nahen Parkplatz mit Akkreditierungsstelle zur Villa schlug mit 10.669 Euro zu Buche. Die Sicherheit der Klausur kostete 23.278 Euro. Alles in allem für die Verhältnisse der öffentlichen Hand eine eher „günstige“ Veranstaltung, weil im politischen Umfeld in der Regel Ausschreibungen zu Tarifbedingungen unter etablierten, meist teureren Firmen stattfinden, die hohe Standards erfüllen können.

Ein Auszug aus der Antwort
„Sparsamkeit in Zeiten knapper Kassen sieht anders aus“
Maximilian Kneller (AfD) sieht die Höhe der Aufwendungen dennoch kritisch: „Während viele Bürger mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, verprasst die Bundesregierung bei einer einzigen, zweitägigen Kabinettsklausur eine knappe Viertelmillion Euro. Vor allem für Reisekosten und Luxusverpflegung. Das kann man keinem Normalverdiener erklären, der jeden Cent umdrehen muss. Sparsamkeit in Zeiten knapper Kassen sieht anders aus“, sagte er NIUS.
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare