Tennis-Affäre des Regierenden Bürgermeisters von Berlin: Kai Wegner ist politisch am Ende
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Die Berliner CDU kann nur verlieren. Geht die Union – wie geplant – mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner in die Abgeordnetenhauswahlen, wird das ramponierte Image Wegners als „Regierender Tennisspieler“ und „Telefon-Terror-Joker“, wie sie ihn intern nennen, die Partei nach unten ziehen. Wechselt die CDU jetzt zwei Monate vor der Wahl den Spitzenkandidaten aus, wird sie ebenfalls verlieren, weil die Nichteignung des bisherigen Frontmannes dann auch für den letzten Wähler offen sichtbar wird. Wer wählt schon einen Verein, dessen Chef Flunkergeschichten ausgerechnet über seine Rolle im Umfeld eines Terror-Anschlags erzählt?
Unter der Oberfläche der Berliner Union herrscht derzeit eine Art Schockstarre. Im Grunde wissen alle Protagonisten, dass dieser Urnengang zum Desaster wird. Mit Wegner und ohne ihn. Schon jetzt sacken die Umfragewerte ab, was auch damit zu tun hat, dass der Regierende Bürgermeister bei der wiederholten Abgeordnetenhauswahl 2023 nach den Silvester-Krawallen als konservatives Korrektiv einer linken Berliner Polit-Szene gewählt wurde und diese Funktion weder angenommen noch ausgefüllt hat. Stattdessen dominiert im kollektiven Gedächtnis der Hauptstädter „Woke-Wegner“, ein Bürgermeister, der von Regenbogen-Wagen der Christopher-Street-Day-Umzüge winkte, queere Wohnprojekte einweihte und auch sonst in Milieus zu fischen suchte, die nie und nimmer Union wählen.
„Wer stellt sich denn jetzt im Wahlkampf auf die Straße und macht Tennisspieler-Werbung?“
Hinzu kommt, dass sich zumindest im Augenblick noch kein „Königsmörder“ findet, der Wegner sagt, dass sein Spiel vorbei ist. Und das ist es. „Wer stellt sich denn jetzt im Wahlkampf auf die Straße und macht Tennisspieler-Werbung?“, sagt ein hochrangiges CDU-Mitglied zu NIUS. Fakt ist, dass die Berliner Union schon jetzt einen massiven Mangel an Wahlhelfern hat, weil sich niemand für den Frontmann öffentlich verprügeln lassen will.

Wegner beim Berliner CSD 2023
Mit Rückhalt aus den eigenen Reihen kann Wegner ebenfalls nicht rechnen. Das liegt auch daran, dass er selbst immer wieder mit Intrigen gearbeitet hat, um etwa dem Chef der Jungen Union, Harald Burkart, den Zugang zur Mitgliederdatei zu verwehren. Auch das Durchstechen von internen Informationen aus der Berliner Staatsanwaltschaft über eine Alkoholfahrt der Vizefraktionschefin der CDU im Abgeordnetenhaus, Stefanie Bung, was nur mit politischer Rückendeckung denkbar ist, kommt in der Partei nicht gut an.
Von der Bundes-CDU kann Wegner keine Rückendeckung erwarten. Immer wieder hat er sich mit CDU-Chef Friedrich Merz angelegt, kritisierte dessen Kurs und suchte immer wieder erkennbar die Nähe zu NRW-Regierungschef Hendrik Wüst und Daniel Günther aus Schleswig-Holstein.
Kai Wegner ist nach den neuesten Enthüllungen des Tagesspiegels politisch am Ende. Wenn er es selbst nicht weiß, wird es ihm demnächst jemand sagen.
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