Kann die AfD auch Regierung? Von Storch: „Wir wollen gerne die Verantwortung übernehmen“
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Der große EU-Wahlsieger heißt AfD. Die Partei positioniert sich als Anti-Establishment, als Rebell. Doch aus der Opposition heraus die Regierenden zu kritisieren, ist einfacher als selbst das Ruder in der Hand zu halten. Kann die AfD Regierungsverantwortung übernehmen?
Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ macht die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Beatrix von Storch deutlich: „Ja, wir wollen die Verantwortung übernehmen und wir haben auch das Personal!“. Die Politikerin ist überzeugt: „Was die AfD von allen anderen unterscheidet: Wir wollen Politik im Interesse unseres Landes machen.“
NIUS-Politikchef Ralf Schuler hat Bedenken: „Jetzt werde ich skeptisch, je häufiger die Worte müssen, wollen und brauchen in Politikerreden vorkommen, das ist wohlfeil, denn es ist offenbar noch nicht da“.
„Wir werden aus unseren Fehlern lernen“
Die AfD sei personell so ausgedünnt, dass Schuler kaum Figuren sehe, denen er solide Wirtschaftspolitik zutraue. „Jetzt sind sie im Bereich des Glaubens, nicht des Wissens. Wir wollen das gern ausprobieren“, entgegnet von Storch im Schlagabtausch bei „Stimmt!“. „Wir haben jetzt eine Regierung, die im Amt ausprobiert, ob sie was kann oder nicht und das ist kein gutes Geschäftsmodell“, wendet der NIUS-Journalist ein.
Von Storch hält lediglich die Themen und das Programm der Ampel-Regierung für das Problem. „WIR haben das richtige Programm“. Schuler ist überzeugt: „Sie haben vielleicht das richtige Programm, aber die falschen Leute. Wenn ich sehe, wie sie sich im Bundestag benehmen, frage ich mich, ob das noch bürgerlich ist“, hält er der AfD-Frau vor.

AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, sorgte immer wieder für Schlagzeilen.
Es sein ein Notreflex, der AfD vorzuwerfen, nichts zu können, findet von Storch. „Wir haben abgeschlossene Studien, wir haben Berufserfahrung, ich würde sagen, wie keine andere Fraktion.“ Auf die Kritik, die Partei lasse Flegel in ihren Reihen zu und sei intern zerrüttet, entgegnet die AfD-Politikerin: „Wir werden uns weiterentwickeln als Partei. Wir werden aus unseren Fehlern lernen“. Dann rechnet von Storch mit noch besseren Ergebnissen bei der nächsten Wahl.
Die ganze Sendung „Stimmt!“ gibt es hier:
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