Kanzler Scholz auf Sommer-Pressekonferenz: Ich war vor 40 Jahren das letzte Mal im Freibad
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Deutschland diskutiert über die Gewalt-Explosion in Freibädern – und der Kanzler fordert mehr Polizei-Präsenz!
Freibäder seien „ein Stück Lebensqualität“ für unser Land, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag auf seiner Sommer-Pressekonferenz.
Mit Blick auf die Nachrichten von Eskalation am Beckenrand sagte er: „Wenn solche Vorfälle da sind, darf man nicht einfach sagen, das achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Dann muss man auch handeln. Zum Beispiel mit Polizei.“ Polizisten im Freibad sei die richtige Konsequenz: „Wir müssen ja immer hingehen und dafür sorgen, dass ganz schnell klar wird, dass wir als Staat das nicht dulden, in der Hoffnung, dass das dann nicht dauerhaft so bleibt.“
Und wann war er zuletzt im Freibad? „Also im Freibad schwimmen war ich zuletzt in Rahlstedt Großlohe. Das ist über 40 Jahre her.“ Aber als Abgeordneter habe er zuletzt im vorletzten Sommer ein Freibad besucht und dort mit Bürgern gesprochen.

„Ein Stück Lebensqualität“ – Kanzler Scholz über die Freibäder in Deutschland
Der Kanzler stellt sich traditionell kurz vor seinem Sommerurlaub den Fragen der Hauptstadtjournalisten in der Bundespressekonferenz.
Kurios: Immer wieder war die Melodie von „Jingle Bells“ im Raum zu hören. Nicht dezent im Hintergrund, sondern laut und deutlich. Die Pressekonferenz wurde für einen kurzen Moment unterbrochen. Nach einer kurzen Zeit stellte dann ein Fotograf fest, dass sein Handy der Urheber für die Störung ist. Unter dem Lachen der Journalisten und des Kanzlers ging er dann vor die Tür … Hier die ganze Szene:
Scholz zur Szene: „Ich glaube, das ist jetzt kein Cyber-Angriff …“ Dann ging‘s mit ernsten Themen weiter.
Woher kommt der AfD-Höhenflug?
Beliebtes Frage-Thema: Der Höhenflug der AfD. Scholz dazu: „Es liegt daran, dass sich eben doch nicht so viele Bürgerinnen und Bürger so sicher sind, wie die Zukunft sein wird - gar nicht jetzt, sondern in zehn, 20 und 30 Jahren.“ Und weiter: „Für mich heißt das, dass man Politik machen muss, bei der die Bürgerinnen und Bürger für sich genügend Gründe haben, an eine gute Zukunft zu glauben.“ Eine „Normalisierung“ rechten Gedankenguts sehe er nicht. Er sei „ganz zuversichtlich, dass die AfD bei der nächsten Bundestagswahl nicht viel anders abschneiden wird als bei der letzten“.
Lustige Frage zum Abschluss: Der Kanzler hat ja neulich einmal gesagt, er sei kein John Wayne, welche Filmfigur würde denn dann zu ihm passen? Antwort mit Scholz-Grinsen: „Die Frage könnte ich beantworten, mache ich aber nicht …“
Nach etwas mehr als 100 Minuten war dann Schluss: „Schönen Urlaub“, verabschiedete sich der Kanzler.
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