Kanzleramt rügt Reiche nach öffentlichem Schlagabtausch
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Der Streit über mögliche Entlastungen bei den hohen Spritpreisen sorgt nun auch im Kanzleramt für Unmut. Nachdem Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die SPD-Vorschläge öffentlich scharf attackiert hatte, kommt aus dem Umfeld von Bundeskanzler Friedrich Merz nun eine deutliche Mahnung zur Disziplin.
Gegenüber dem stern heißt es aus dem Umfeld des Kanzlers: „Der Bundeskanzler ist befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung. Zur Energiepolitik hat es im Ministergespräch am Donnerstag eine klare Verabredung gegeben. Ziel sei es, Vorschläge einvernehmlich zu erarbeiten.“
Weiter wird betont, Merz habe seine Vorstellungen bereits benannt. „Die zuständigen Häuser sollten Vorbereitungen für den Fall treffen, dass die Benzinpreise weiter und dauerhaft steigen.“
„Im Umfeld des Kanzlers wird darauf verwiesen, dass die Koalition vor wichtigen Reformentscheidungen steht. Die öffentliche Nervosität sei verständlich, aber die Koalition könne jetzt nur zu Beschlüssen kommen, wenn sie vertrauensvoll und ruhig zusammenarbeite. Merz mahnt die Koalitionäre zur Geschlossenheit. Es gehe jetzt um das Land, nicht um Parteibefindlichkeiten“, heißt es weiter.
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