Kemmerich über den Thüringen-Wahlkampf: „Leute vertrauen zunehmend Personen statt Parteien“
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Am ersten September wird in Thüringen gewählt. Die Europawahl zeigte bereits einen Trend an, die AfD war deutlich stärkste Kraft. Besonders in den Ost-Bundesländern wird ein ähnliches Ergebnis erwartet. Doch Thomas Kemmerich, der FDP-Vorsitzende in Thüringen, möchte mit seiner Partei ebenfalls die Stimmen der Bürger auf sich vereinen.
Ein wackerer Plan, denn aktuell liegt die FDP nur knapp über zwei Prozent in den Umfragen. Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ erklärt Kemmerich, warum: „Leute vertrauen zunehmend Personen statt Parteien. Das Image der FDP ist verbeult“. Er als Person habe hingegen 14 Prozent der Thüringer hinter sich, die ihn wieder im Landtag sehen wollen. „Jetzt geht es darum, zu sagen, die Thüringer FDP ist nicht die Bundes-FDP“.

„Die AfD schaut dem Volk sehr gut auf den Mund“
Kemmerich kennt die Probleme der Leute, er selbst hat sechs Kinder, ist als Unternehmer täglich mit dem Bürokratie-Wahnsinn konfrontiert und sieht die Sicherheit des Landes und seiner Heimat stetig erodieren.
Doch warum liegt die AfD dennoch vor der FDP? „Sie analysiert die Situation sehr treffgenau“, rede Klartext zur Migration, spreche Dinge aus, die einen Großteil der Menschen bedrückt. „Die AfD schaut dem Volk sehr gut auf den Mund und formuliert das“.
Mit ihr zu koalieren, kann sich Kemmerich jedoch nicht vorstellen. „Was diese Partei wirklich will, ist die bürgerliche Mitte eliminieren. Raus aus der EU, raus aus der europäischen Gemeinschaft“. All das verursache enorme Kosten durch Arbeitsplatzverluste. „Erzählen können die das alles wunderschön. Aber es löst keine Probleme“, so Kemmerich im Stimmt-Talk.
In Sachfragen wird er dennoch mit der AfD abstimmen, wenn es darum geht, Probleme zu lösen.
Die ganze Folge „Stimmt!“ sehen Sie hier:
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