Klagen statt kleben: Aktivismus muss nicht dumm sein
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- In den USA haben 16 Kinder und Jugendliche den Bundesstaat Montana verklagt
- Er habe durch Klimaschäden ihr Recht auf eine „saubere und gesunde Umwelt“ verletzt.
- Es ist der erste, aber sicher nicht der letzte Prozess dieser Art.
Als ich fünf Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal in einer Radiosendung von Spaghetti-Eis. Ich wollte diese Leckerei auch genießen, also habe ich Pasta gekocht, diese mit Erdbeermarmelade vermischt und das Ganze dann für mehrere Stunden im Gefrierschrank geparkt. Ich war also ziemlich doof und das ist völlig in Ordnung, denn als Kind weiß man noch nicht so viel. Umso erstaunlicher finde ich, dass in den USA unter anderem ein fünfjähriger Junge den Staat Montana verklagen darf, weil er sein Recht auf eine „saubere und gesunde Umwelt“ verletzt sieht. Insgesamt sind es 16 Klägerinnen und Kläger im Alter von fünf bis 22 Jahren, die behaupten, dass sie durch die „gefährlichen Auswirkungen fossiler Energien und die Klimakrise“ geschädigt wurden.

Das Besondere an diesem Fall ist, dass frühere Klagen bereits im Voraus abgewiesen wurden, aber diesmal kam es zu einem Prozess. Es handelt sich um einen Präzedenzfall, der viele ähnliche Klagen nach sich ziehen könnte. Zuerst hielt ich es für lächerlich, dass Kids ihre Regierung vor Gericht zerren dürfen, weil sie meinen, dass es mit dem Klimaschutz nicht schnell genug geht. Ich wollte mich in diesem Artikel eigentlich darüber lustig machen, doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Dieser Ansatz ist weitaus intelligenter und zivilisierter, als sich im Berufsverkehr auf einer Straße festzukleben.
Natürlich wäre es suboptimal, wenn die Gerichte demnächst zusammenbrechen, nur weil jede Hobby-Greta meint, ihre Regierung verklagen zu müssen. Aber vielleicht gibt es auch normale Aktivisten mit gesundem Menschenverstand und vernünftigen Argumenten. Wenn es ihnen gelingen könnte, einen zielführenden Dialog zu etablieren, mit der Bereitschaft, unsere wirtschaftlichen Interessen und die Sorge um den Planeten in Einklang zu bringen, dann wäre das eine gute Sache. Damit würden sie all den verrückten Klimaklebern den Wind aus den Segeln nehmen und das wäre nicht halb so dumm wie mein Rezept für Spaghetti-Eis.
Denn seien wir ehrlich: Meistens ist nicht die Sache schlecht, sondern nur die fanatische Art und Weise, wie ihre Verfechter sie durchsetzen möchten. Das gilt für den Klimaschutz genauso wie für die Frage der Gleichberechtigung: Der Ton macht die Musik!
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