Kritischer Trans-Ratgeber soll Eltern helfen – Regierung will ihn verbieten
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Ein Ratgeber für Eltern von Trans-Jugendlichen sorgt gerade für Aufregung. In der Broschüre „Wegweiser aus dem Transgenderkult“ wird Eltern erklärt, wie sie ihre Kinder von einer medizinischen Geschlechtsumwandlung abbringen können. Trans-Aktivisten wollen die Broschüre jetzt verbieten und denunzierten sie erfolgreich bei der Bundeszentrale für Kinder- und Medienschutz – mit der Unterstützung unserer Regierung.
Der Ratgeber wurde von der feministischen Initiative „Lasst Frauen sprechen“ veröffentlicht und richtet sich vor allem an Eltern von pubertierenden Mädchen, die sich als „trans“ identifizieren und eine medizinische Transition anstreben. Die Eltern werden über Fakten aufgeklärt, wie den krassen Anstieg von transsexuellen Mädchen, die häufig an psychischen Krankheiten leiden und die Transition als einzigen Ausweg aus ihrem Leid verstehen.
Trans-Aktivismus wird als „Kult“ bezeichnet
Zudem geht die Broschüre mit dem Trans-Aktivismus ins Gericht: Er wird als „Kult“ bezeichnet, der Jugendliche negativ beeinflusst, einen Keil zwischen Kind und Familie treibt, und die Jugendlichen zu irreversiblen Operationen drängt. Den Eltern werden Tipps gegeben, wie sie ihre Kinder dabei unterstützen können, den Hass auf den eigenen Körper zu überwinden und die wahren Gründe für das Unwohlsein zu ergründen, bevor man zu Pubertätsblocker und irreversiblen Operationen greift.
Gleichzeitig werden die Eltern aufgefordert, mit ihren Kindern über widersprüchliche Dogmen im Trans-Aktivismus zu diskutieren. Da gibt es etwa die Frage, wieso man überhaupt Hormone und Operationen braucht, wenn das biologische Geschlecht gemäß der eigenen Ideologie nicht existiert. Oder die Aufforderung, den Kindern klarzumachen, dass sie nicht das Geschlecht wechseln müssen, um geschlechtsspezifische Rollen zu durchbrechen oder als Lesbe zu leben.
Der Protest aus der queeren Community ließ nicht lange auf sich warten. So behaupteten Trans-Aktivisten auf Twitter, dass die Broschüre, Jugendliche in den Suizid dränge und riefen dazu auf, das Schriftstück bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz zu melden. Der Queerbeauftragte der Bundesregierung teilte den Tweet und schrieb dazu: „Ich begrüße sehr, wenn diese „Broschüre“ der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vorgelegt wird!“.
Mit Erfolg. Kurze Zeit später meldete sich die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz tatsächlich bei einer der Verfasserinnen. In dem Schreiben, das Nius vorliegt, wird empfohlen, den Ratgeber in die Liste jugendgefährdender Medien aufzunehmen, weil er dazu geeignet sei, „die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden“. Eine Kommission soll Anfang Juli über die Indexierung entscheiden.
Kurz: Ein Ratgeber, der den Eltern von jungen Frauen eine Alternative zu Hormonblockern und irreversiblen Operationen erklärt, soll – mit staatlicher Unterstützung – gecancelt, die Verbreitung im Netz verhindert werden. Bedenklich ist auch, mit welchen Argumenten das geschieht. So beruft sich Sven Lehmann auf Twitter auf das Konversionsverbot, dass es Eltern und Therapeuten verbietet, Homosexuelle zu „heilen“ oder „umzupolen“.
Dieser Vergleich zwischen Homo- und Transsexualität wird immer wieder in öffentlichen Debatten eingebracht und er ist fatal: Denn er ist nicht nur faktisch falsch, sondern führt auch dazu, dass die Identität „trans“, die zwangsläufig zu irreversiblen Operationen und zahlreichen Komplikationen führt, nicht in Frage gestellt werden darf, weil man sich sonst der Menschenfeindlichkeit schuldig macht.
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Judith Sevinç Basad
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