Lauterbach lässt 755 Millionen Corona-Masken verbrennen
- 755 Millionen Corona-Masken werden verbrannt
- Lauterbach muss Spahns Masken-Kaufrausch ausbaden
- Auch Hunderte Millionen Impf-Dosen verfallen
Ende 2020 waren sie das seltenste Gut der Erde, heute werden 755 Millionen von ihnen unbenutzt verbrannt: Corona-Masken. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) muss nun 660 Millionen zertifizierte OP-Masken und rund 95 Millionen zertifizierte FFP2-Masken verbrennen lassen, weil diese ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben.
Oder wie das Ministerium gegenüber Welt in feinstem Behörden-Chinesisch mitteilte, plane man eine „zoll- und abfallrechtlich konforme energetische Verwertung“.
Hauptschuldig: Lauterbach-Vorgänger Jens Spahn (CDU). Dieser hatte wegen des Maskenmangels zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 panisch mehrere Milliarden Masken gekauft, was später vom Bundesrechnungshof als „massive Überbeschaffung“ gerügt wurde. Laut der Behörde ging es um eine Gesamtmenge von 5,8 Milliarden Masken und Ausgaben in Höhe von 6,3 Milliarden Euro.
Lauterbach wird nun kritisiert, warum er – im Wissen um den absehbaren Verfall der Masken – keine Lösungen gefunden hat, die Masken anderweitg an Kliniken und Altenheime zu vergeben und diese so zu entlasten.
Noch mehr Steuergeld vernichtet: verfallende Impf-Dosen
Mit rund 800 Millionen Euro Schaden sind die verfallenen Masken jedoch Peanuts im Verhältnis zu den ungenutzten Impf-Dosen, die in Kühlhäusern des Gesundheitsministeriums versauern. 107,6 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller werden derzeit gelagert. Weitere 120,8 Millionen Impf-Dosen werden noch in diesem Jahr geliefert.
Weitere Hunderte Millionen Dosen hatte die Europäische Kommission im Auftrag der Mitgliedsstaaten bei den Herstellern beordert – in langwierigen Verhandlungen wird versucht, die „vertraglichen Abnahmeverpflichtungen zu flexibilisieren und zu reduzieren“, wie es aus dem BMG heißt. Ziel: nicht noch mehr ungenutzten Impfstoff gekühlt lagern.
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