Lindners Frontalangriff auf die Grünen: „Ideologischer Klimaschutz und ebensolche Energiepolitik“
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Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wurde nach dem Sommerurlaub mit einer saftigen Watsch'n vom Koalitionspartner begrüßt: Familienministerin Lisa Paus (Grüne) blockierte seine Initiative, die Wirtschaft in Deutschland anzukurbeln.
Jetzt schlägt Lindner zurück!
In einem Interview mit der FAZ überraschte der Finanzminister mit dem Geständnis, die Kritik vieler AfD-Wähler zu teilen. Die Anhänger der AfD würden Bürokratismus beklagen, „das tue ich auch, sie beklagen ideologischen Klimaschutz und ebensolche Energiepolitik, das tue ich auch, sie beklagen hohe steuerliche Abgabenlast, das tue ich auch, sie fordern eine andere Migrationspolitik, das tue ich auch“, behauptete der Finanzminister.
Auch, wenn er sie nicht beim Namen nennt: Ein Frontalangriff auf die Grünen, auf den Koalitionspartner!

Nicht ganz so nett im Kabinett: Die Stimmung zwischen Lindner und Paus dürfte angespannt sein
Bleibt die Frage: Warum aber findet sich diese Kritik nicht in der Regierungsarbeit wieder? In all diesen Punkten würde die Koalition zusammenarbeiten, versicherte Lindner, „im Wissen darum, dass man, wenn man nicht die absolute Mehrheit hat, in der Demokratie nur schrittweise mit anderen vorankommt oder gar nicht“.
Das Programm der AfD würde „mit dem Austritt aus der Europäischen Union und der NATO unser Land isolieren, wirtschaftlich ruinieren und dadurch politisch und gesellschaftlich destabilisieren“, so der Finanzminister. Bei der Blockade seines neuen Gesetzes zur Wachstumsankurbelung der deutschen Wirtschaft durch die grüne Familienminister Lisa Paus hofft Lindner „auf eine rasche Klärung“. Da es keine Einwände gegen das WachstumsChancengesetz selbst gebe, rechne er „mit einer Einigung und einem Beschluss bei der Kabinettsklausur Ende August in Meseberg“.
Die Ampel kommt nicht aus dem Streiten raus … SPD-Chef Lars Klingbeil sagte am Donnerstag in Frankfurt, er sei „fassungslos“ über den neuen Zoff innerhalb seiner Regierung.
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