Live vor Millionen-Publikum: Habeck hat keine Ahnung, was die Wirtschaft für Strom zahlen muss
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Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kennt den Strompreis für Unternehmen nicht.
Der Mann, der in Deutschland für die Unternehmen und den Zustand der Wirtschaft verantwortlich ist, weiß nicht, welche Auswirkungen seine Energie-Politik auf die Rahmenbedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen hat – und gab das vor Millionen Zuschauern im neuen ARD-Talk von Caren Miosga auch offen zu.
In einem Einspieler ging es um das Unternehmen von Paul Niederstein, der in der 17. Generation das älteste Familienunternehmen Deutschlands führt. „The Coatink Company“ verzinkt in Siegen (Nordrhein-Westfalen) mit 1500 Mitarbeitern Stahl, damit kein Rost entsteht. Er klagt über hohe Strompreise und die CO2-Abgabe.

Paul Niederstein führt in der 17. Generation das älteste Familienunternehmen Deutschlands, „The Coatink Company“, das Stahl verzinkt.
Auf die Frage von Gastgeberin Caren Miosga, was Habeck glaube, wie viel das Unternehmen ganz konkret für Strom zahle, sagte Habeck: „Das ist nach wie vor der Preis, den wir dann am Markt sehen werden.“ Miosga hakte nach, fragte: „Was schätzen Sie, was der im Moment zahlt?“ Habeck: „Ja, das hängt ja von seinen einzelnen Verträgen ab, aber das kann ich also nicht sagen. Also der Handel bewegt sich jetzt schon in diese Richtung und jetzt weiß ich nicht, wie sich seine Preise zusammensetzen.“
Heißt: Habeck weiß nicht, wie hoch konkret der Strompreis für ein Unternehmen wie „The Coatink Company“ ist.
Dann versuchte Habeck abzulenken, indem er ungefragt die Strompreise für Privatkunden referierte: „Wenn ich es mal umgekehrt für die Verbraucherinnen und Verbraucher sagen kann – die Statistiken gucke ich mir ja an. Die meisten, die hier sitzen, werden immer noch Strompreise knapp unter 40 Cent für die Kilowattstunde haben, vielleicht liegen sie auch über 40 Cent. Wenn man neue Verträge abschließt, kann man die für 26 Cent kriegen – also da hat sich was getan, für das Unternehmen weiß ich das nicht genau.“
Miosga klärt auf: „Er zahlt 125 Euro die Megawattstunde.“ Also 12,5 Cent pro Kilowattstunde. Habeck antwortet: „Ja.“
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