Luisa Neubauer postet Propaganda-Zahlen der Hamas
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Die Leitfigur des deutschen Klima-Aktivismus interessiert sich nicht nur für das Wetter, sondern auch für Palästina. Auf Instagram behauptete sie am Mittwoch, dass Israel 41.000 Palästinenser getötet habe, von denen die Mehrheit angeblich Frauen und Kinder sein sollen. Was Luisa Neubauer offenbar nicht weiß: In ihren veröffentlichten Propaganda-Zahlen sind ebenfalls Tausende getötete Hamas-Kämpfer enthalten.
Luisa Neubauer stützt sich bei ihrer Behauptung auf die Quelle „UN-Women“, die sich wiederum auf die Zahlen aus dem Gaza-„Gesundheitsministerium“ beruft, das von der Hamas kontrolliert wird. Belastbare Zahlen hinsichtlich der zivilen Opfer auf palästinensischer Seite gibt es deshalb nicht.

Screenshot von Neubauers Instagram-Story
Todeszahlen: von der Hamas „gewünscht“
„Die Hamas hat einen klaren Propaganda-Anreiz, die Zahl der zivilen Opfer so weit wie möglich aufzublähen“, sagt der ehemalige Reuters-Büroleiter Luke Baker, der die Berichterstattung über Israel und die palästinensischen Gebiete von 2014 bis 2017 leitete. „Jeder Gesundheitsbeamte, der aus der Reihe tanzt und den Journalisten nicht die von der Hamas gewünschten Todeszahlen nennt, riskiert ernsthafte Konsequenzen“, zitiert das Time-Magazine den Journalisten.
Dass die Zahlen unhaltbar sind, zeigt sich am offensichtlichsten daran, dass sie nicht zwischen Hamas-Kämpfern und zivilen Opfern unterscheiden. Für die Terrororganisation ist ein Hamas-Kämpfer, der am Massaker vom 7. Oktober teilnahm, genauso ein Opfer Israels wie ein Kind. Neubauers Propaganda-Zahlen bezwecken offenbar, Hass gegen Israel zu schüren, weil sie suggerieren, dass die IDF in Gaza unverhältnismäßig vorgeht. Dabei kann sich Israel auf das Kriegsrecht berufen, das angegriffenen Staaten erlaubt, unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit selbst zivile Opfer notfalls in Kauf zu nehmen.
Neubauers Verbreiten von Hamas-Propaganda ist auch vor dem Hintergrund brisant, dass die deutsche Klimabewegung seit Längerem ein Antisemitismus-Problem hat. Die schwedische Galionsfigur von Fridays For Future, Greta Thunberg, solidarisierte sich mit offenen Unterstützern des Massakers vom 7. Oktober. Der deutsche Ableger distanziert sich nicht klar vom Antisemitismus der globalen Klimabewegung, NIUS berichtete.
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Felix Perrefort
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