Luxus-Skandal beim Fraunhofer-Institut: 312.000 Euro allein für Restaurant-Besuche
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Die Fraunhofer-Gesellschaft hat einen Luxus-Skandal: Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer stieg bei Dienstreisen nur in edelsten Hotels ab, speiste in Nobelrestaurants und verprasste dabei jede Menge Steuergeld.
Wie BILD berichtet, setzt Hildegard Müller, die Chefin des Fraunhofer-Aufsichtsgremiums und Vertraute von Ex-Kanzlerin Angela Merkel dem nun ein Ende und sorgte für die Trennung von Neugebauer. Aufgeflogen war der Protz-Präsident durch den Bericht des Bundesrechnungshofes aus dem Februar.
Beim Präsidenten stellten die Prüfer massiver Verstöße fest: Dazu gehören Hotelnächte in Österreich für mehr als 650 Euro, Kosten in Höhe von 12.297 Euro allein durch Extra-Wünsche im Jahr 2019 und Restaurant-Rechnungen von 312.676 Euro in nur sechs Jahren (wobei die Prüfer „einen verhältnismäßigen hohen Anteil für alkoholische Getränke“ bemängelten), listet BILD auf.
Auch den Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, der für die rund 850 Millionen Euro schwere Förderung der Regierung verantwortlich ist, lud Neugebauer demnach zu fürstlichen Abendessen ein. Kosten: 330, 380 und 460 Euro.
Das Luxus-Leben des Präsidenten war nicht mehr tragbar für das renommierte Institut, Neugebauer muss nun gehen. Wie BILD berichtet, wird Prof. Dr. Holger Hanselka der Nachfolger. Der Maschinenbauer leitet seit 2013 das Karlsruher Institut für Technologie. Nach seiner einstimmigen Wahl durch das Fraunhofer-Kontrollgremium lobte Müller: „Hanselka ist für Fraunhofer die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Amt.“
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