Massives Misstrauen! Absolute Mehrheit im Land lehnt die Grünen-Politik ab
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Massive Sympathieeinbußen bei den Grünen! Wie aus einer Umfrage des Instituts Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hervorgeht, hat sich die Zahl der Befragten, denen die Partei „gar nicht“ gefalle, binnen fünf Jahren verdoppelt: von 25 Prozent im Jahr 2019 auf 56 Prozent im aktuellen Jahr 2024. Die Zahl derer, die sie gut finden, fiel von 18 Prozent (2019) auf jetzt 8 Prozent. Befragt wurden zwischen dem 1. und 14. März 1027 Personen.
Zu Beginn der Amtszeit der Ampelkoalition waren 67 Prozent der Bevölkerung überzeugt, dass die Grünen in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Keiner anderen Partei wurde eine dermaßen positive Zukunftsprognose gestellt. Jetzt glauben noch 24 Prozent an eine wachsende Unterstützung für die Partei. Die überwältigende Mehrheit sieht dabei alle Ampelparteien in Relevanz und Bedeutung schwächer werden, doch bei keiner der drei Regierungsparteien hat sich die Einschätzung derart verändert wie bei den Grünen.
Als Gewinner sieht die Bevölkerung die Unionsparteien, die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht; gut zwei Drittel sind überzeugt, dass diese Parteien in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.
Auffällig: Der Verlust der Grünen im Ansehen korrespondiert mit der Wahrnehmung, wie sehr sie die Politik der Ampel prägen. So kommen derzeit 43 Prozent zu der Überzeugung, dass die grüne Partei die Ampel besonders stark präge (2022: 35 Prozent). Das heißt: Im gleichen Zeitraum, in dem die Politik der Grünen als nach außen besonders wahrnehmbar wurde, ging die Sympathie für sie entschieden zurück! Im gleichen Zeitraum ging die Wahrnehmung der FDP in der Ampel ebenfalls hoch (2024: 19 Prozent, 2022: 14 Prozent), für die SPD hingegen massiv zurück. Während vor zwei Jahren 24 Prozent der Befragten der Meinung waren, dass die SPD in der Ampel besonders stark sichtbar werde, sind es heute nur noch zehn Prozent.

Haben es mit wachsendem Unmut zu tun: Die Parteichefs Omid Nouripour und Ricarda Lang
Rund 50 Prozent überzeugt, dass Politik der Grünen Wohlstand gefährdet
Die Gründe für die Unzufriedenheit mit den Grünen sind dabei vielfältig: 67 Prozent gaben etwa an, dass sie der Aussage zustimmen, dass die Partei den Bürgern zu viele Vorschriften mache. 63 Prozent bejahten die Aussage, wonach die Grünen oft an den wirklichen Sorgen der Bevölkerung vorbeiredeten. Und 51 Prozent stimmten zu, dass die Grünen einige Politiker hätten, die „ausgesprochen unsympathisch sind“.
Rund 50 Prozent der Befragten ist außerdem überzeugt, dass die Politik der Grünen Wohlstand gefährdet. 40 Prozent, dass diese Politik ihnen persönlich Nachteile bringe. Bejahende Urteile werden nur von einer Minderheit geteilt. Zu Beginn der Legislaturperiode attestierten 42 Prozent der Bevölkerung den Grünen, dass sie langfristig denken und zukunftsorientierte Politik machen; heute haben nur noch 20 Prozent diesen Eindruck.
Die Überzeugung, dass die Grünen verstehen, was die Menschen in Deutschland bewegt, ist von 34 auf 7 Prozent zurückgegangen.
Auch anhand einer situativen Frage wird deutlich, wie sehr sich die Stimmung gegen die Grünen gewendet hat: Den Befragten wurde eine Diskussion geschildert, bei der Speaker aller drei Koalitionsparteien sprechen; ein Redner wird in dem Szenario ausgebuht. Befragt, wen die Proteste getroffen haben, ist sich die Mehrheit sicher: Das können nur die Grünen sein. 55 Prozent sind davon überzeugt, während 13 Prozent die Repräsentanten der FDP und nur 7 Prozent die der SPD als bevorzugte Zielscheibe von Unzufriedenheit sehen.
Einziges Trostpflaster für Lang & Co: Die Umfragewerte der Grünen sind stabil. Das liegt wohl daran, dass es einen konstanten Kern an Wählern gibt, die als überzeugte Unterstützer gelten. Doch die Stimmung in der Bevölkerung hat sich indes gänzlich gewandelt.
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