„Mehr als ein Warnsignal“: Deutschland bricht die Mitte weg
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Deutschland bricht die Mitte weg: Mehr als jeder vierte Mittelständler (26 Prozent) überlegt, hinzuschmeißen. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft hervor. Ebenso alarmierend: Mehr als jedes fünfte mittelständische Unternehmen (22 Prozent) denkt über eine Verlagerung ins Ausland nach.
Vor allem fühlen sich die Unternehmer durch zu viel Bürokratie gehemmt, knapp ein Drittel der Befragten gab überzogene Vorschriften als Einschränkung an. Mehr als ein Viertel sieht hohe Steuern und Abgaben als Hindernis an. Ebenfalls gut ein Viertel der Befragten fühlt sich durch den sich verschärften Fachkräftemangel in seinem Geschäft eingeschränkt.
Mehr als ein Warnsignal
„Die Ergebnisse unserer Umfrage sind mehr als nur ein Warnsignal“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Jerger einer Mitteilung zufolge. Wenn heimatverbundene, tief verwurzelte Unternehmer über das Aufgeben oder den Wegzug ins Ausland nachdächten, könne das „niemanden kalt lassen“.
Stark ausgeprägt ist unter den befragten Mittelständlern der Wunsch nach Verlässlichkeit und Planbarkeit im Blick auf Rahmenbedingungen. Knapp 40 Prozent bewerteten in der Befragung allerdings die Infrastruktur in Deutschland positiv, 36 Prozent lobten die politische Stabilität.
Mittelständler: kein Vertrauen mehr in die Demokratie
Gleichzeitig ist das Vertrauen in die parlamentarischen und staatlichen Prozesse gesunken: Millionen Deutsche glauben inzwischen, nicht mehr in einer Demokratie zu leben, das Zusammengehörigkeitsgefühl sinkt.
Das zeigt die große NIUS-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut INSA mit 10.000 Befragten durchgeführt hat. „Deutschland ist nicht mehr demokratisch“ – dieser Aussage stimmt beinahe jeder zweite Deutsche (43 Prozent) zu. Nur 48 Prozent der Befragten stimmten nicht zu.
Besorgniserregende Umfrage: 43 Prozent sehen Deutschland nicht mehr als Demokratie an

Fast die Hälfte der Deutschen hält Deutschland nicht mehr für demokratisch
Und: Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) hat das Gefühl, dass es in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr gibt.

Die Hälfte der Deutschen zweifelt an der Existenz der Meinungsfreiheit
Diese Entwicklung ist mehr als ernst zu nehmen: Verliert die Gesellschaft ihre Mitte, verliert sie auch Stabilität und Zusammenhalt.
Lesen Sie auch unseren Kommentar: Meinungsfreiheit in Deutschland? Schön wär's
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