Mehr Polizisten mit Migrationshintergrund – Umdenken bei den Grünen
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- Grünen-Chef Nouripour fordert mehr Polizisten mit Migrationshintergrund gegen organisierte Kriminalität.
- Er kritisiert Bundesinnenministerin Faeser im Bereich des Katastrophenschutzes.
- Nouripour betont die Notwendigkeit von Investitionen in Feuerwehr und THW angesichts des Klimawandels.
Grünen-Chef Omid Nouripour fordert in einem Interview mit der Bild am Sonntag mehr Polizisten mit Migrationshintergrund. Man gehe von einer höheren Effektivität im Kampf gegen kriminelle Clans aus, wenn Polizisten die Muttersprache der Täter beherrschten und in gleichen Vierteln aufgewachsen seien.
Nouripour spricht im Interview nicht nur über Clanstrukturen, sondern auch über die Mafia, beispielsweise die „Ndrangheta“, gegen die seiner Meinung nach nicht genug getan werde. Die Polizei sei, laut dem Grünen-Chef, kaputtgespart. Beamte seien oftmals durch Überstunden schwer überlastet.
Nicht nur bei der Exekutiven sieht Nouripour eine Unterfinanzierung. Auch das Technische Hilfswerk (THW) und die Feuerwehr sollen besser gefördert werden, um sich auf die von ihm prognostiziert häufenden Katastrophen, wie Waldbrände oder Überschwemmungen, vorbereitet zu sein. Seiner Meinung nach tut Innenministerin Nancy Faeser (SPD) nicht genug auf diesem Gebiet.
Es scheint, als hätten sich die Grünen – zumindest im Realo-Flügel – endgültig von ihrer früheren Distanz zur Polizei verabschiedet.
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