Repräsentative Umfrage: Mehrheit spricht sich gegen AfD-Verbot aus
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Eine relative Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen ein AfD-Verbot aus. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag von NIUS hervor.
Demnach sprechen sich 43 Prozent der Befragten gegen ein AfD-Verbot aus. 41 Prozent der Befragten sind (eher) dafür. Rund 16 Prozent wollten zu der Frage keine Angaben machen.

Interessant ist, dass deutlich mehr Befragte aus dem Westen (43 Prozent) als aus dem Osten (34 Prozent) der Republik für ein Verbot stimmen. Unter den Wählern der Grünen befürworten mehr als zwei Drittel (70 Prozent) ein Verbot der größten Oppositionspartei im Bundestag.
Bürger schätzen Erfolgsaussichten eines Verbots als gering ein
NIUS fragte außerdem: „Glauben Sie, dass im Falle eines Verbotsantrages das Bundesverfassungsgericht die AfD verbieten wird?“ Fast die Hälfte aller Befragten (49 Prozent) geht nicht davon aus. Heißt: Selbst unter den Befürwortern eines AfD-Verbots sind die Zweifel an einer Durchsetzung groß. Nur 23 Prozent der Befragten glauben an eine mögliche Verbotsbestätigung durch das höchste Gericht.

70 Prozent der AfD-Wähler in der Befragung halten die Durchsetzung eines Verbots durch das Verfassungsgericht für unrealistisch. Insgesamt nahmen 2.002 Personen aus Deutschland ab 18 Jahren an der Befragung teil.
Meinungsbild zu AfD-Verbot bleibt unverändert
Die repräsentative Umfrage im Auftrag von NIUS bestätigt damit bereits bestehende Umfragen, die eine klare Kritik an einem Verbot der Alternative für Deutschland (AfD) durch die Bürger offenlegen. Im Juli analysierte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dass 52 Prozent der Befragten gegen ein solches Verbot waren, während nur 27 Prozent dafür stimmten. Diese Umfrage basierte allerdings auf nur 1054 Befragten.
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Philippe Fischer
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