Merz lügt in der ARD: „Die Vorwürfe gegen Wolfram Weimer haben sich alle als falsch erwiesen“
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem Portal Apollo News vorgeworfen, Unwahrheiten gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zu verbreiten. „Die Vorwürfe, die gegen Wolfram Weimer erhoben wurden, haben sich alle als falsch erwiesen. Da wird nichts verkauft“, so Merz am Sonntag in der ARD.
Weimer sei kein Geschäftsführer mehr und habe auch seine Anteile an der Firma abgegeben. Merz gehe davon aus, „dass alle Vorwürfe ausgeräumt sind“. Weimer werde „von ganz links und von ganz rechts unter Feuer genommen“.
Als falsch erwiesen, haben sich die Vorwürfe gegen Weimer bislang jedoch nicht. Am 17. November hatte Apollo News darüber berichtet, dass die Weimar Media Group von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gegen Geldzahlungen Zugang zu Regierungspolitikern verkauft. Das Portal berief sich dabei auf Werbeunterlagen für den Ludwig-Erhard-Gipfel, den die Weimer Media Group jährlich veranstaltet.
„Einfluss auf politische Entscheidungsträger“
In den Dokumenten wurde mit einem möglichen „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ geworben. Das von Wolfram Weimer und seiner Frau gegründete Unternehmen versprach „Premiumvernetzung in entspannter Atmosphäre am Tegernsee“. Das Unternehmen bestreitet die Echtheit der Dokumente nicht. Laut Apollo News gibt es bislang auch keine juristischen Schritte gegen das Medienportal.
Firmen können laut Apollo News unterschiedliche Pakete buchen, um an dem Treffen teilzunehmen. Das „Zugspitze“-Paket kostet 40.000 Euro und umfasst zehn Eintrittskarten, Werbeleistungen sowie eine Teilnahme an einem Panel der Konferenz. Das „Matterhorn“-Paket (60.000 Euro) und das „Mont Blanc“-Paket (80.000 Euro) beinhalten zusätzlich die Teilnahme an einer Executive Night mit Ministern. Das höchst dotierte Paket „Mont Blanc“ bietet zudem eine „Besprechungs-Lounge für vertrauliche Gespräche“.

Wolfram Weimer steht im Mittelpunkt mehrerer Skandale.
In der Berliner Zeitung hatte der Verlag die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, man verkaufe keinen politischen Zugang: „Speaker, die auf der Bühne auftreten, hinterlassen einen Eindruck auf ihre Zuhörer, auch auf anwesende Politiker. Das ist das Grundprinzip einer Konferenz“, hieß es in der Erklärung. Ob Gespräche zwischen Gästen und Politikern zustande kämen, entscheide sich ausschließlich vor Ort. „Anderweitige Unterstellungen weisen wir entschieden zurück.“
Unterdessen könnte auch die unautorisierte Autoren- und Textesammlung von Weimers Medienunternehmen The European ein Fall für die Gerichte werden. Wie NIUS erfuhr, hat die Staatsanwaltschaft München II ein Vorermittlungsverfahren gegen die Weimer Media Group eingeleitet. Vorausgegangen war eine Anzeige des Plagiatjägers Stefan Weber.
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