Merz prophezeit starkes SPD-Wahlergebnis über 20 Prozent
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CDU-Chef Friedrich Merz gibt sich im Wahlkampf nicht so siegessicher, wie es für einen Unions-Kanzlerkandidaten mit mehr als zehn Punkten Vorsprung zu erwarten wäre – Merz glaubt sogar an ein Comeback von SPD-Kandidat Olaf Scholz!
Dass die SPD dieser Tage in Umfragen leicht zulegt, überrascht Merz jedenfalls nicht: „Ich habe damit genau so gerechnet“, sagte Merz im Podcast von Table Media. Er rechnet damit, dass die SPD bei der Wahl „eine Zwei vorne stehen haben“ werde. Die Partei von Scholz ist in den meisten Umfragen vom Tiefpunkt 14 Prozent inzwischen auf 17 Prozent geklettert.

Friedrich Merz rechnet offenbar mit einem SPD-Comeback.
Statt sich kämpferisch zu zeigen, erklärt sich Merz die SPD-Aufholjagd mit einer demoskopischen Analyse: „Wenn wir jetzt auf den Wahltermin zugehen, dann verfestigen sich Meinungen zu Entscheidungen: Da profitiert im Augenblick die SPD. Natürlich, weil sie auch unter den Streitereien der vergangenen Wochen und Monate am meisten gelitten hat. Der Absturz der SPD auf 14 Prozent ist weit unterhalb des Kernpotenzials der SPD. Die SPD holt jetzt auf, ich habe damit genau so gerechnet, die SPD holt jetzt auf, die wird wahrscheinlich auch irgendwo die Zwei davorstehen haben.“
Merz sieht die Aufgabe seiner Partei nun darin, „aus der Stammwählerschaft heraus die Wechselwähler zu erreichen“. CDU und CSU stehen in den meisten Umfragen seit Monaten rund um 32 Prozent.
Nach Merz-Rechnung: linke Regierungs-Mehrheit möglich
Sollte Merz Recht behalten und die SPD tatsächlich drei, vier oder fünf Prozentpunkte hinzugewinnen, sind sogar linke Mehrheiten jenseits eines Kanzlers Merz rechnerisch möglich:
Mit einem SPD-Wahlergebnis von 21 oder 22 Prozent, den Grünen auf dem Niveau von 2021 (15 Prozent) und einem starken Einzug des Bündnis Sahra Wagenknecht mit 8 Prozent, wäre eine knappe rot-rot-grüne Mehrheit im Parlament möglich – jedenfalls dann, wenn die FDP an der 5-Prozent-Hürde scheitert und Union sowie AfD noch ein wenig einbüßen.
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