Nächstes Merz-Versprechen gebrochen: Von 100 Euro Entlastung beim Strom kommt nur die Hälfte an
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100 Euro Ersparnis pro Haushalt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Entlastung auf der Stromrechnung versprochen. 6,5 Milliarden Euro hatte die Bundesregierung ausgegeben, um die sogenannten Netzentgelte künstlich zu senken.
Nun kommt raus: Nur etwa die Hälfte der versprochenen 100 Euro Entlastung sind Realität. Beim Durchschnittsverbraucher kommen gerade einmal 56 Euro an.
Das zeigen Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), über die der Spiegel berichtet.
Kanzler Merz hatte im Juli des vergangenen Jahres angekündigt, dass eine Familie um die 100 Euro sparen würde: „Schon mit den jetzigen Beschlüssen kann eine 4-köpfige Familie mit bis zu 100 Euro Entlastung rechnen“, schrieb der Kanzler damals bei X. Damit musste Merz bereits beschwichtigen, weil die versprochene Senkung der Stromsteuer auch für Haushalte nicht umgesetzt worden war, da die Bundesregierung das Geld dafür nicht aufbringen konnte.

Im Juli des vergangenen Jahres kündigte der Kanzler Entlastung an, die sich im nachhinein fast halbiert hat.
„Die Senkung der Stromkosten war ein zentrales Versprechen“
„Die Bundesregierung kommt ihren eigenen Zusagen nicht nach. Die Senkung der Stromkosten war ein zentrales Versprechen im Koalitionsvertrag und wurde bislang nicht eingelöst“, kritisiert VZBV-Vorständin Ramona Pop. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale bei 25 regionalen Netzbetreibern kommt zu dem Ergebnis: Von den versprochenen 100 Euro kommen in der Realität bei den Verbrauchern nur 56 Euro im Durchschnitt an – zudem mit großen regionalen Unterschieden.
In Rostock beispielsweise sind es gerade einmal 18 Euro Ersparnis, in Mainz hingegen 109 Euro. Das liegt daran, dass sich die Absenkung der Netzentgelte nur auf die großen Übertragungsnetze bezieht, die Endkunden aber auch Gebühren für die Verteilnetze bezahlen müssen, die regional unterschiedlich hoch ausfallen.
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