Nach geschmacklosem Juden-Vergleich: Grünen-Politiker tritt zurück
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- Bernd Schreyer, Stadtrat der Münchner Grünen, verglich Kritik an seiner Partei mit der Judenverfolgung und trat daraufhin zurück.
- Schreyers Tweet, in dem er die Grünen als "neue Juden" bezeichnete, löste heftige Kritik aus und wurde später gelöscht.
- Die Generalstaatsanwaltschaft München hat Vorermittlungen wegen möglicher Verharmlosung des Holocausts eingeleitet.
Bernd Schreyer, ein langjähriges Mitglied der Grünen und Stadtrat in München, hat mit einem unbedachten Tweet für Aufsehen gesorgt. In diesem verglich er die Kritik an seiner Partei mit der Judenverfolgung. „Obwohl es nie ein Heizungsverbot gab, ist es gelungen so gegen Grüne aufzuwiegeln, als seien sie d. 'neuen Juden', die 'ausgemerzt' werden müssen um Deutschland wieder alles Glück und Wohlstand zu bringen“, schrieb Schreyer.
Die Folgen eines Tweets
Nach heftiger Kritik löschte Schreyer seinen Tweet und trat von seinem Amt zurück. „Mit allergrößtem Bedauern entschuldige ich mich für meinen Tweet zum Judenvergleich im Zusammenhang mit Aufwiegelung und Verschwörung gegen Grüne“, erklärte er. „Ich distanziere mich ohne Wenn und Aber von dieser Aussage, deren schreckliche Bedeutung mir zu spät klar wurde.“
Die Reaktionen auf Schreyers Tweet waren eindeutig. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Mona Fuchs, begrüßte seinen Rücktritt und verurteilte jede Form der Relativierung der Shoa. Auch Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, dankte der grünen Rathausfraktion für „ihre rasche und eindeutige Reaktion“.
Die Generalstaatsanwaltschaft München hat inzwischen Vorermittlungen eingeleitet. Es wird geprüft, ob „ein Anfangsverdacht wegen der Verharmlosung des Holocausts“ vorliegt.
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