Nach Peinlich-Interview im NDR: Auch Schwesig blamiert sich in Vetternwirtschaft-Affäre
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- Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hat auf einer Pressekonferenz auf eine berechtigte Frage nach dem Umgang mit Steuergeldern die Sexismus-Karte gezogen.
- Kritisiert wurde die Vergabe eines durch Steuergelder finanzierten Bürgerforums an den Ehemann einer SPD-Politikerin.
- Auch der SPD-Politiker Philipp da Cunha hatte sich in der Angelegenheit bereits zur bundesweiten Lachnummer gemacht, als er Fragen eines Reporters roboterartig mit stets derselben Antwort begegnete.
Es geht um den Vorwurf der Vetternwirtschaft mit Steuergeldern, als Manuela Schwesig während einer Landespressekonferenz giftet: „Was haben Sie eigentlich gegen starke Frauen in der SPD?“
Ein unbeholfenes Ausweichmanöver auf die berechtigte Frage nach einer möglichen Vorteilsnahme beim Umgang mit SPD-Fraktionsgeldern.
Das ist passiert: FDP und AfD hatten die Auftragsvergabe an den Besitzer des Golchener Hofes, Jörg Klingohr, für ein Bürgerforum der SPD kritisiert. Der Grund: Klingohr ist der Ehemann der SPD-Vize-Fraktionschefin im Mecklenburgischen Landtag, Christine Klingohr. Diese wiederum hatte den Golchener Hof auf ihrer Website angepriesen.
Starke Reaktion von Manuela Schwesig (SPD) auf Vetternwirtschaftsvorwürfe gegen ihre Fraktion 👍 pic.twitter.com/9NgrMgxIYf
— Argo Nerd (@argonerd) July 12, 2023
SPD-Politiker hält Reporter zum Narren
Zuvor hatte die Vergabe bereits für Aufregung gesorgt, als der SPD-Politiker Philipp da Cunha einem NDR-Reporter auf die Frage nach den Kosten für die Veranstaltung im Golchener Hof wie ein Roboter immer wieder die gleiche Antwort gab.
Inzwischen ist klar: Das Bürgerforum hat 59 Euro pro Person und damit insgesamt knapp 15.000 Euro gekostet. Steuergelder, die jetzt auch der Landesrechnungshof auf eine möglliche Vorteilsnahme hin überprüft. Der Bund der Steuerzahler forderte zuvor mehr Transparenz und eine Offenlegung der Ausgaben.

Im Golchener Hof wurde das SPD-Bürgerforum abgehalten.
Es ist ein Skandal, der die Politikverdrossenheit vieler Bürger weiter anheizen dürfte: Anstatt sich in Demut zu hüllen und der Tatsache bewusst zu sein, dass man mit Steuergeldern hantiert, gehen beide SPD-Politiker in Kindergarten-Manier in den Angriffsmodus über. Schwesig kontert kritische Fragen mit dem Totschlagargument Sexismus, Da Cunha macht sich im Interview zur bundesweiten Lachnummer.
Beide Verhaltensweisen sind hochgradig demokratiefeindlich denn sie zeigen eindrücklich den Unwillen der Politiker, sorgsam mit dem ihnen anvertrauten Geld der Steuerzahler umzugehen.
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