Nach Rauswurf: RTL will 100 Beiträge von Maurice Gajda prüfen
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Der gefeuerte Moderator Maurice Gajda entwickelt sich zum Prüffall für RTL.
Wie der Spiegel berichtet, will der Privatsender aus Köln jetzt rund 100 Beiträge des ehemaligen Reporters Maurice Gajda auf journalistische „Guidlines“ prüfen.
Auch fünf Beiträge einer Vietnamreise, die bereits gefilmt worden sind, will RTL nicht mehr zeigen. Das Rohmaterial werde gelöscht, heißt es von einem Sprecher. Die Prüfung der Beiträge werde jedoch einige Zeit dauern, so der Sprecher weiter.

Fahnen mit dem Logo des Fernsehsenders RTL wehen vor dem Gebäude des Sendezentrums in Köln.
Der Sender möchte in Zukunft seine Mitarbeiter in Schulungen für das Thema „Posts“ sensibilisieren, heißt es. Dabei solle die rechtmäßige Recherche und Archivierung geübt werden.
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Anlass für die Prüfung ist der Skandal rund um ein möglicherweise gefälschtes Zitat der früheren AfD-Politikerin Frauke Petry.
Mitte August hatte der Sender die Zusammenarbeit mit Gajda fristlos beendet, nachdem der Reporter einen vermeintlich rassistischen Tweet Petrys im Twitter-Layout gestaltet und in der Sendung „RTL Explosiv“ präsentiert hatte. In Wahrheit gibt es jedoch keine Belege für einen solchen Post.

Frauke Petry, frühere Parteisprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), unterhält sich während einer Polittagung.
RTL begründete die Trennung von Gajda mit „schweren Verfehlungen“ des Reporters. Die Fälschung sei so gut gemacht gewesen, dass sie durch die mehrstufigen Sicherheitsmechanismen bei RTL nicht aufgedeckt werden konnte, so RTL gegenüber dem Spiegel.
Gajda hat sich inzwischen für die grafische Umsetzung entschuldigt, jedoch bestritten, das Zitat erfunden zu haben.
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