Nächster Umfrage-Hammer: Muslimische Wähler setzen auf Sahra Wagenknecht
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Ihre Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) ist erst seit wenigen Monaten auf der politischen Bühne. Dennoch: Wagenknecht ist jetzt schon eine der populärsten Politikerinnen Deutschlands. Mehr noch: Sie ist auch unter den Muslimen äußerst beliebt.
Angesichts ihres kometenhaften Aufstiegs reiben sich viele Beobachter des politischen Geschehens in Deutschland verdutzt die Augen. Sahra Wagenknecht und ihr gleichnamiges Bündnis mischen die deutsche Politik seit Monaten so richtig auf – vorerst freilich nur in den Umfragen.
Die jüngste aufsehenerregende Umfrage, in der die abtrünnige Politikerin der Partei „Die Linke“ die Nase vorn hat, wurde von der Forschungsgruppe Wahlen erhoben. Dabei ging es um die Wahlentscheidungen muslimischer Bürger in Deutschland. Im Kreis der Muslime liegt das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) tatsächlich ex aequo mit der Demokratischen Allianz für Vielfalt und Aufbruch (Dava) mit jeweils 17 Prozent an der Spitze.

Wagenknecht ist unter Muslimen äußerst beliebt.
Zum Vergleich: Die zwei linken Regierungsparteien SPD und Grüne hinken dem BSW weit hinterher. Während die SPD, die traditionell großen Zuspruch unter Migranten erhält, bei nur 13 Prozent liegt, dümpeln die Grünen bei lediglich 7 Prozent dahin.
Wagenknechts Anti-Zuwanderungsprogramm erntet bei Muslimen großen Zuspruch
Das BSW-Programm ist bei Muslimen deshalb beliebt, weil es eine strenge Zuwanderungspolitik verfolgt, soziale Sicherheit in einem starken Sozialstaat betont und sich gegen die „Trans-Ideologie“ ausspricht, was offensichtlich besonders gut bei konservativen Muslimen ankommt.
Die Unterstützung für restriktive Zuwanderungspolitik erklärt sich durch das Paradoxon: „Die Letzten, die gekommen sind, sind die Ersten, die gegen noch mehr Zuwanderung sind.“
Zur Erklärung: Die Dava, die beim Wählerzuspruch unter muslimischen Wählern mit der BSW gleichauf vorne liegt, profitiert nicht zuletzt von ihrer Nähe zur türkischen Regierungspartei AKP von Recep Tayyip Erdogan, ihrer Kritik an Islamfeindlichkeit und ihrem Engagement für Vielfalt. In Hinblick auf die Gesamtbevölkerung kommt die Partei aber bloß auf 0,4 Prozent der Wählerstimmen.
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