Neues Sicherheitskonzept: US-Militärpolizei patrouilliert jetzt am Nürnberger Hauptbahnhof
- Gewaltdelikte sind im Nürnberger Hauptbahnhof an der Tagesordnung, er gilt als einer der gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands.
- Die Stadt Nürnberg hat nun ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das unter anderem mehr Sicherheitspersonal und Kameras vorsieht
- Wegen eines Vorfalls mit US-Militärangehörigen wird am Wochenende auch die US-Militärpolizei patroullieren.
Dass auch US-Militärpolizisten für eine gewisse Zeit lang im Nürnberger Bahnhof patroullieren sollen, ist eine Reaktion auf einen Vorfall im Januar dieses Jahres. US-Soldaten waren damals in einem Club im Hauptbahnhof miteinander in Streit geraten, später griffen sie gemeinsam Bundespolizisten an, die einschritten.
Neun Beamte waren am Ende nötig, um die drei Militärangehörigen zu überwältigen, gegen die drei GIs ermittelte zunächst die Staatsanwaltschaft wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung - inzwischen ermitteln US-Behörden. Die Militärpolizisten sollen nur an Wochenenden patrouillieren, wenn zahlreiche in Grafenwöhr stationierte Soldaten in Nürnberg die Clubs besuchen.
Mehr Kameras, mehr Sicherheitspersonal
2250 Straftaten wurden 2022 im Nürnberger Hauptbahnhof begangen, 548 davon Gewaltdelikte, 992 Diebstähle und 40 Sexualstraftaten. 2021 waren es noch 1575 Taten gewesen. Nur in Hamburg (667) und Hannover (549) kam es im vergangenen Jahr zu mehr Gewaltdelikten.
Das neue Sicherheitskonzept arbeitete Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König unter anderem mit Vertretern der Landes- und Bundespolizei, und der Deutschen Bahn aus. Es sieht außerdem vor, dass im Bahnhofsgebäude und auf dem gelände mehr Kameras installiert werden, auch sollen mehr Beamte der Landes- und Bundespolizei patrouillieren sowie mehr Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn auf Bahnsteigen und in dem Gebäude für Sicherheit sorgen.
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