NIUS Live: „Diese Rhetorik ist die übelste öffentlich-rechtliche Holocaust-Relativierung, die ich jemals gesehen habe!“
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Thüringen und Sachsen haben gewählt. Die Ergebnisse sind eine Klatsche für die Ampel-Regierung und ein Erfolg für die AfD sowie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Dass in Thüringen die Alternative für Deutschland Wahlsieger ist und in Sachsen an zweiter Stelle steht, führte noch am Wahlsonntag zu enthemmten Kommentaren im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Die Chefredakteurin des ZDF, Bettina Schausten, wagte es, den Überfall der Wehrmacht auf Polen am ersten September 1939 mit dem Wahlsieg der AfD zu vergleichen. „Das ist schwer erträglich und macht diesen ersten September zu einer politischen Wegmarke und einer Mahnung an die Nachgeborenen“, so die ZDF-Journalistin. Mehr als 30 Prozent der Wähler in Sachsen und Thüringen hätten rechtsextrem gewählt.
„Das ist irre. Sie lernen nichts dazu“
Bei NIUS Live sprechen Waldemar Hartmann und Julian Reichelt am Montagmorgen über den ZDF-Kommentar und darüber, was dieser über das Weltbild des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aussagt. „Wer so etwas macht, schürt Hass und Hetze, nicht die anderen. Sie hat damit angefangen und das ist unerträglich“, so Waldi. „Das ist irre. Sie lernen nichts dazu. Sie haben mit ihrer Berichterstattung die Leute aufgefordert, so zu wählen“, ist der ehemalige ARD-Moderator überzeugt.
„Wir erleben vor unseren Augen den endgültigen Zusammenbruch der traditionellen Medien und ihrer Glaubwürdigkeit“, fügt NIUS-Reporter Julian Reichelt hinzu. „Das ist infam. Das ist ein absolut skrupelloser Versuch, die Menschen noch irgendwie einzufangen, weil sie nicht so gewählt haben, wie es sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen wünscht“.
„Für so einen Kommentar sollte man seinen Job los sein“
Die Reaktion der „zwangsfinanzierten Hauptstadtjournalisten“ auf ihren eigenen Bedeutungsverlust: „Geschichtsvergessenheit, Geschichtsklitterung. Der Überfall auf Polen war die Grundlage für den Holocaust. Der Überfall auf Polen hat den Holocaust erst möglich gemacht. Nichts dergleichen hat sich gestern angebahnt oder abgezeichnet. Es war eine Wahl im demokratischen Deutschland“, so Reichelt bei NIUS Live.
Aber wenn der Wähler nicht das wähle, was Bettina Schausten sich ausgemalt hat, dann folgten solch perfide Vergleiche. „Diese Rhetorik ist die übelste öffentlich-rechtlich finanzierte Holocaust-Relativierung, die ich jemals gesehen habe“, fasst Reichelt zusammen. Es sei absurd, dass die Menschen, die diskreditiert werden, für diesen Rundfunk auch noch zahlen müssten. „Um es klar zu sagen: Für so einen Kommentar sollte man bei einer Institution, die einen sogenannten Bildungsauftrag hat, seinen Job los sein“.
Die ganze Sendung NIUS Live gibt es hier:
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