NIUS exklusiv: Merz und Weidel bei INSA-Kanzlerumfrage gleichauf
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AfD-Chefin Alice Weidel und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) auf Augenhöhe: Wenn die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden Weidel und Merz das Rennen unter sich ausmachen.
In einer exklusiven INSA-Umfrage für NIUS (2004 Befragte) kommen die beiden Parteichefs jeweils auf 17 Prozent der Stimmen. Gefolgt von Kanzler Olaf Scholz (SPD), Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und BSW-Chefin Sahra Wagenknecht (14/12/10 Prozent). Die größte Gruppe (22 Prozent) sind allerdings diejenigen, die keinen der Genannten wählen würden.

Hypothetische Umfragen werden mitunter belächelt, zumal Personen-Rankings immer davon abhängen, welche Auswahl man den Befragten präsentiert. Interessante Aufschlüsse lassen sie dennoch zu. Der hohe Anteil jener, die keinen der Kanzlerkandidaten in die engere Auswahl ziehen, ist beispielsweise ein Indiz für das Maß der Politikverdrossenheit und den Grad der Repräsentanz in Wahlergebnissen.
Merz wird im Osten deutlich weniger geschätzt
Ein anderer Ausschlag, der aus der Erhebung heraussticht, ist die Säule der über 70-Jährigen, die zu 30 Prozent für Friedrich Merz votieren. Kein anderer Kandidat und keine andere Altersgruppe sind so eindeutig positioniert. Interessant ist auch der Blick auf das Meinungsbild in Ost- und Westdeutschland. So liegt AfD-Kandidatin Alice Weidel im Osten mit 24 Prozent klar vorn (West: 15 Prozent). Friedrich Merz wird dagegen im Osten (12 Prozent) deutlich weniger geschätzt als im Westen (18 Prozent). Im Westen (23 Prozent) dominiert übrigens die Ablehnung aller Kandidaten gegenüber dem Osten (16 Prozent). Es ist also keine grundsätzliche Politikferne im Osten, so lässt es sich deuten, sondern eine relativ klare, nicht erfüllte Vorstellung von Politik.

Und noch etwas ist interessant: Während die Unterstützer von AfD, Grünen und BSW mit überwältigender Mehrheit (73 bzw. 72 Prozent) hinter ihren eigenen Spitzenkandidaten stehen, wird Friedrich Merz nicht einmal von der Hälfte der Unionsanhänger bevorzugt. Im Freundeskreis der SPD erhält Olaf Scholz immerhin 54 Prozent Zuspruch.
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Ralf Schuler
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