Obwohl Union und SPD Aufnahme-Stopp angekündigt haben: Flieger mit 162 Afghanen soll am Mittwoch in Leipzig landen
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Gerade erst haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Programme zur Aufnahme von Migranten aus Afghanistan zu beenden, nun berichtet die Bild: Am Mittwoch soll erneut ein Flieger mit Afghanen an Bord in Deutschland landen.
Unter den Passagieren, die zunächst nach Leipzig geflogen werden, sollen sich gerade einmal fünf Ortskräfte und 19 Familienangehörige befinden, berichtet Bild. Ortskräfte sind Einheimische, die bei deutschen Institutionen in Afghanistan gearbeitet haben, von den Taliban aggressiv verfolgt wurden, und deshalb seit deren Machtübernahme in Lebensgefahr sind. Die restlichen Afghanen sind demnach keine ehemaligen Ortskräfte.
„Werden Bundesaufnahmeprogramme beenden“
Und das, obwohl sich Union und SPD im gerade erst ausgehandelten Koalitionsvertrag eigentlich auf den Stopp von Aufnahmeprogrammen von Migranten aus Afghanistan geeinigt hatten. Darin heißt es: „Wir werden freiwillige Bundesaufnahmeprogramme so weit wie möglich beenden (zum Beispiel Afghanistan) und keine neuen Programme auflegen.“

Im Koalitionsvertrag hat die Bald-Regierung unter dem designierten Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen Aufnahme-Stopp von Migranten aus Afghanistan angekündigt.
Erst im Februar dieses Jahres kamen 155 Afghanen per Charterflugzeug aus Islamabad (Pakistan) nach Berlin. Auch hier stellte sich nach kurzer Zeit heraus: An Bord waren gerade einmal fünf ehemalige Ortskräfte, die in ihrer Heimat tatsächlich unter Lebensgefahr stehen.
Wie Bild berichtet, entstanden für die Aufnahme von Migranten aus Afghanistan bis Ende 2024 Kosten von 4,3 Millionen Euro – allein durch die Sicherheitsüberprüfungen durch deutsche Behörden, unter anderem dadurch, dass Beamte für die „Interviews“ nach Pakistan geschickt wurden.
Lesen Sie auch: Im Asyl-Flieger nach Berlin saßen 155 Afghanen – aber nur fünf davon waren wirklich Ortskräfte
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