Palästina-Demo trotz Verbot: Polizei nimmt mehr als 300 Personen fest
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In mehreren deutschen Städten hatte die Polizei Verbote für pro-palästinensische Demonstrationen ausgesprochen. Dennoch gehen am Samstag Tausende auf die Straßen. Dabei fallen israelfeindliche Parolen. In Frankfurt kommt es zu mehr als 300 Festnahmen.
Die Polizei versuchte in Frankfurt am Main eine verbotene Versammlung aufzulösen. Dabei nahm sie mehr als 300 Personen vorläufig fest. Zuvor zogen hunderte Personen durch die Innenstadt. Auf der Demonstration ertönte immer wieder der Ruf: „Palestine will be free – from the River to the Sea.“ Der Satz spricht Israel das Existenzrecht ab.

Polizisten führen eine Frau in Frankfurt ab
Die Polizei hatte kurz vor Beginn der Demo das Verbot per Lautsprecher mitgeteilt und ließ den Opernplatz räumen. Die Polizei ist mit einem Wasserwerfer anwesend, schaffte es aber nicht die Versammlung zu unterbinden.
Ob er mit dem Slogan „Widerstand ist Völkerrecht“ das Abschlachten von Frauen, Männern und Kindern durch die Hamas meint? #ffm1410 pic.twitter.com/ZuNVgvIL5s
— Ruben Gerczikow (@RubenGerczi) October 14, 2023
Auch in Köln kommt es zu Protesten
In der Kölner Altstadt versammelten sich am Samstag ebenfalls zahlreiche Personen für eine pro-palästinensische Demonstration. Die Polizei hatte die Demo wegen Sicherheitsbedenken zunächst verboten. Später aber gab das Verwaltungsgericht einem Eilantrag des Anmelders statt. Die Veranstaltung wurde von der Palästinensischen Gemeinde Köln angemeldet.

Demonstranten in Köln
Parallel dazu gab es auch eine Gegenveranstaltung. Diese fand unter dem Motto „Aufstehen gegen Israelhass und Antisemitismus“ statt.
Einer von vielen emotionalen Momenten in #Köln...
— 🇽🇰Tanja_OgR_Viersen🖤❤️ 🇺🇦 🇽🇰 (@OgR_Viersen) October 14, 2023
Es waren wirklich viele Menschen da 🙏#StandWithIsrael #NieWiederIstJetzt #K1410 pic.twitter.com/mkG0k84fx6
Nach dem Verbot einer pro-palästinensischen Demonstration in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei in der Hauptstadt bislang keine Zwischenfälle registriert. Am ursprünglich geplanten Ort der Kundgebung am Oranienplatz sei alles ruhig.
Die Stadt Freiburg hatte am Freitag eine unangemeldete Versammlung per Allgemeinverfügung untersagt. Das islamistische Netzwerk Samidoun habe zuvor auf Social-Media-Kanälen für 13 Uhr zu einer Zusammenkunft unter dem Motto „Palästina-Solidarität ist kein Verbrechen“ aufgerufen, teilte die Stadt mit.
In London gehen Tausende gegen Israel auf die Straße
Auch in anderen europäischen Städten gingen Hamas-Sympathisanten auf die Straße. Bei einer Kundgebung in London haben Tausende Menschen ihre Unterstützung für Palästina zum Ausdruck gebracht und ignorierten damit Warnungen der Polizei. Diese hatte allen mit Festnahmen gedroht, die Sympathien für die Terrororganisation Hamas zeigen.
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