Vorschlag zu Lasten der Mittelschicht: Deutscher Uni-Professor will das Erben abschaffen
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- Der Berliner Universitätsprofessor Stefan Gosepath spricht sich in einem Interview mit der Taz dafür aus, das Erben abzuschaffen.
- Er behauptet: Unbesteuerte Erbschaften untergraben die Demokratie.
- Der Forscher äußert in dem Interview Ideen zu einem Gesellschaftsumbau, der auf Kosten der Mittelschicht gehen würde und an Sozialismus erinnert.
Es ist nicht weniger als der Umbau der Gesellschaft, was der Universitätsprofessor Stefan Gosepath im Interview mit der Taz fordert. „Erbschaft gehört abgeschafft“, findet der Gerechtigkeitsforscher, der an der FU Berlin lehrt. „Es ist eine ungerechte Lotterie, weil es der pure Zufall ist, ob ich reiche Eltern hatte oder nicht.“
Die Gesellschaftsvision, die Gosepath im Laufe des Interviews skizziert, erinnert ziemlich genau an das, was viele Gesellschaften in vergangenen Jahrhunderten unter dem Decknamen „Sozialismus“ in die Armut trieb: „Um Chancengleichheit herzustellen, sollten wir den ganz Reichen wegnehmen, um es den ganz Armen zu geben.“
„Familienunternehmen stellen Machtfaktoren dar“
Dass Menschen ihr oft über ein ganzes Arbeitsleben lang erwirtschaftetes Vermögen gerne an ihre Nachkommen weitergeben möchten, kann der Professor nicht nachvollziehen. Er findet: „Es ist völlig unklar, warum Erbschaft zu einer funktionierenden Familie gehören soll – im Gegenteil könnte es gerade schädlich sein, wenn Kinder sich nur den Familien verpflichtet fühlen, weil sie Geld erwarten oder Eltern sich das Wohlwollen ihrer Kinder durch Geld erkaufen.“
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Wenn es nach Universitätsprofessor Gosepath geht, kommen harte Zeiten auf die Mittelschicht zu
Gosepath behauptet außerdem, mittelständische Betriebe oder Familienunternehmen, stellten in kleinen Dörfern oder Gemeinschaften „Machtfaktoren“ dar. Auf diese Weise werde Macht vererbt.
Gute Frage!
Dass seine Vorstellung von einer guten und gerechten Gesellschaft vor allem auf Annahmen basiert, zeigt sich gegen Ende des Gesprächs, als er auf den berechtigten Einwand des Interviewers, ob denn überhaupt noch jemand arbeite, wenn das Erben abgeschafft wird, antwortet: „Gute Frage. Gute Frage heißt immer, man hat keine richtige Antwort. Das müsste man empirisch überprüfen.“
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