Politiker-Angriff in Dresden: LKA Sachsen widerspricht „Zeit“-Berichterstattung
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Ermittler in Dresden haben im Falle des Angriffs auf einen SPD-Politiker bei einem der Tatverdächtigen Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung gefunden. Das bestätigte eine Sprecherin des Landeskriminalamts Sachsen gegenüber NIUS am Telefon. Um welchen der Tatverdächtigen es sich dabei konkret handelt und um welche Hinweise es geht, die auf eine rechtsextreme Gesinnung deuten, wollte sie nicht sagen.
Gleichzeitig widersprach das LKA der Berichterstattung von Zeit Online, wo zu lesen war: „Polizei geht bei Angriff auf Ecke von rechtsextremem Motiv aus.“ Ob der Angriff am Freitag aus einem rechtsextremen Motiv heraus geschah, müsse erst jetzt ermittelt werden, erklärte die Sprecherin am Telefon. Das könne man noch gar nicht sagen. Fest stehe nur, dass einer der beteiligten Tatverdächtigen der Kategorie „politisch motiviert rechts“ zugeordnet werde.
Daten werden an die Medien durchgestochen
NIUS wollen ebenfalls wissen, weshalb sensible Daten eines der Tatverdächtigen wie der Vorname und der Anfangsbuchstabe des Nachnamens, die eine eindeutige Identifizierung ermöglichen, ohne dass die Person verurteilt ist, innerhalb von wenigen Stunden an die Medien gelangen? Gibt es hierzu bereits interne Ermittlungen? Woher die Daten stammen, wisse man nicht, so die Antwort der Sprecherin. Auch ob es hierzu interne Ermittlungen gebe, könne man nicht sagen.
Auch die Staatsanwaltschaft Dresden teilte auf Nachfrage von NIUS mit, dass „keine Informationen zu den Quellen“ der Zeit-Berichterstattung vorliegen würden. Das Motiv der Tat sei noch immer „Gegenstand der Ermittlungen“, die andauern würden.
Vier junge Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren sollen am späten Abend des 3. Mai den 41-jährigen SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke attackiert haben sowie wenige Augenblicke zuvor einen 28-jährigen Wahlkampfhelfer der Grünen. Ecke musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden und wurde dort laut Angaben seiner Partei operiert.
Am Montag meldete sich der SPD-Politiker auf X und bedankte sich für die Anteilnahme und Solidarität. Bei den vier jungen Männern handelt es sich um deutsche Staatsbürger. Die Ermittlungsbehörden in Dresden haben mittlerweile alle Tatverdächtigen ausfindig gemacht. Es fanden Wohnungsdurchsuchungen statt.
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