Politiker sollten nicht Unsummen an Steuergeld für ihr Aussehen ausgeben: Ein bisschen Bodenhaftung, bitte!
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Auch nach ihrer Verabschiedung aus dem Kanzleramt kostet Angela Merkel den Steuerzahler noch ordentlich Geld. Allein 60.000 Euro Steuergeld gingen seit Ende 2021 für Haare und Make-Up der ehemaligen Bundeskanzlerin drauf. Der Bund der Steuerzahler fordert, dass die Kosten privat getragen werden. Das Bundeskanzleramt rechtfertigte die Ausgaben indes mit den fortwirkenden Amtspflichten Merkels. Ein Kommentar.
Fakt ist: Das durchschnittliche Netto-Jahresgehalt der Deutschen liegt bei 31.080 Euro und beträgt damit gerade einmal die Hälfte von dem, was Haare und Make-Up der Ex-Kanzlerin kosten.

Frisur und Make-up eher unspektakulär: Angela Merkel wurde vor wenigen Wochen die Ehrendoktorwürde der Pariser Elitehochschule Sciences Po verliehen.
Dazu kommt: Alles wird teurer. Autofahren, Einkaufen, Miete. Die letzten Jahre haben auch den Deutschen gezeigt, dass die fetten Jahre vorbei sind. Statt Entlastung durch den Staat, erwarten den Bürger sogar noch weitere Einsparungen. Witwenrente, Ehegattensplitting, Elterngeld für Gutverdiener. Die Liste der diskutierten Streichungen wird immer länger. Dabei fällt auf, dass es mal wieder vor allem jenen an den Kragen gehen soll, die dieses Land mit ihrer Arbeitsleistung am Laufen halten. Für die Sorgen und Nöte der sogenannten heteronormativen Familie aus der Mittelschicht ist in einer Gesellschaft, in der sich inzwischen ein Großteil der Politiker und NGOs als Minderheitenadvokaten verstehen, keinen Platz mehr. Viel schlimmer noch: Wer sich darüber beschwert, dass ihm die ganze Last von Klima-, über Gender- bis in zur Flüchtlingspolitik auferlegt wird, ist am Ende noch der „Nazi“, der mal nicht so intolerant sein soll.
Wann schnallen die Politiker den Gürtel auch mal enger?
Ein Großteil der Politiker hat vergessen, wessen Schultern dieses Land tragen und was das Wort Fingerspitzengefühl eigentlich bedeutet. Wasser predigen und Wein saufen, kommt ebenso gut an, wie die fortwährende Beschimpfung von Wählern, die nicht der Meinung sind, dass „woke“ die neue Mitte und Standard für alle sein sollte. Wer von den Bürgern ständig erwartet, den Gürtel enger zu schnallen, für das Weltklima zu verzichten oder für Migranten aufzukommen, der sollte zunächst einmal bei sich selbst anfangen. Alles andere ist unglaubwürdig und Zeugnis eines fehlenden Einfühlungsvermögens von Menschen, die keinerlei Existenzängste kennen. Schließlich ging es auch beim Villen-Kauf von Jens Spahn während der Pandemie nicht um Neid, sondern um die Abwesenheit jedweder Empathie gegenüber jenen, die in der Corona-Zeit alles verloren haben.
60.000 Euro mögen, verglichen mit den sonstigen Ausgaben des Bundes, „Peanuts“ sein, aber es sind Peanuts mit Symbolwirkung. Genau wie die 7500 Euro monatlich für Annalena Baerbocks Visagistin. Nicht zuletzt, weil man für diese horrenden Kosten erwarten würde, dass auch etwas dabei herumkommt. Aber Barbock sieht immer noch aus wie die Grundschullehrerin von Nebenan und aus Angela Merkel ist auch keine Grace Kelly geworden.
AfD-Landrat will auf eigene Kosten reisen
Es war der neu gewählte AfD-Landrat und frischgebackene Demokratiecheck-Absolvent Robert Sesselmann, der angesichts der Schließung einer Geburtsstation in Sonneberg ankündigte, seinen Dienstwagen abzugeben und fortan auf eigene Kosten zu reisen. Das kann man als taktische Handlung oder Populismus bezeichnen, aber es ist einer der Gründe, warum die AfD da steht, wo sie steht. Und wenn ein wenig Bodenhaftung schon als Populismus gilt, dann bin ich gerne für mehr davon.
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Anabel Schunke
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