Pressekonferenz am Montag: Wagenknecht gründet eigene Partei
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Lange wurde spekuliert. Nun gilt es als sicher!
Sahra Wagenknecht (54) wird am kommenden Montag in der Bundespressekonferenz verkünden, dass sie eine eigene Partei gründen wird – das berichtet der Spiegel. Zwar wollte sich das Büro der Bundestagsabgeordneten zunächst nicht äußern, dennoch bestätigten mehrere Quellen das Vorhaben. Das Gerücht um eine Wagenknecht-Partei geht schon seit einigen Monaten um. Zuletzt verdichteten sich die Spekulationen, Wagenknecht hatte sogar schon konkrete Inhalte in den Umlauf gebracht.

Wagenknecht gilt als Hoffnungsträger für viele enttäuschte Wähler.
Zunächst wolle Wagenknecht auf der Pressekonferenz die Gründung des Vereins „BSW – Für Vernunft und Gerechtigkeit e.V“ vorstellen. Die Buchstabenwahl ist kein Zufall: So soll das Kürzel für „Bündnis Sahra Wagenknecht“ stehen. BSW ist ein Verein, der von Anhängern der Politikerin gegründet wurde. Die Organisation gilt als Vorfeldorganisation der Wagenknecht-Partei.
Vorsitzender des Vereins ist Jonas-Christopher Höpken. Höpken war 2021 Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Oldenburg. Seit 2022 sitzt 51-Jährige im Bundesausschuss der Linkspartei. Sahra Wagenknecht selbst ist jedoch kein Mitglied von „BSW“. Ohnehin hält sich die Bundestagsabgeordnete in der Öffentlichkeit bedeckt: „Ich verstehe das Interesse der Medien und natürlich auch, dass in dieser Frage und in unterschiedlichsten Richtungen recherchiert wird. Aber aktuell gibt es keinen neuen Stand,“ sagte sie der Frankfurter Rundschau.
Zuletzt prophezeite Helmut Markwort, der Gründer des Magazins Focus, mit Bezug auf Insider-Informationen, dass es bis spätestens November so weit sein könnte. Seine Prognose bei „Schuler! Fragen, was ist“: „Wenn Wagenknecht aus der Deckung tritt, werden ihr direkt mehrere Bundestagsmitglieder folgen.“ Aktuell gab es noch keine bekannten Politiker aus der Linken, die Wagenknecht öffentlich den Rücken stärken.

Helmut Markwort glaubt an eine gewaltige Veränderung in der deutschen Politik.
Wie die in der DDR geborene Politikerin jetzt verriet, soll das Fundament ihrer neuen Partei auf vier Kernpunkten basieren: wirtschaftlicher Vernunft, sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit. Wagenknecht will die, wie sie zu Bild sagt, „irre Politik der Ampel beenden“.
Ihr Plan für Deutschland: staatliche „Kontrollorgane“, die überwachen, was Unternehmen herstellen und was nicht. Auch höhere Löhne und mehr Geld für Arme peilt sie an. Gewinne sollen „wegbesteuert“ werden, wie sie im Interview verriet.
Wagenknecht gegenüber Bild: „Menschen werden ausgegrenzt, wenn sie den Mainstream verlassen“, so die Politikerin. „Wer Zuwanderung steuern und begrenzen will, wird als Nazi abgestempelt.“ Bürger würden „moralisch geächtet“. Diese „Cancel Culture“ müsse die Politik beenden.

Insa-Chef Binkert kann sich vorstellen, dass sich die neue Partei etabliert.
Was Fakt ist: Diese neue Partei kann sich durchaus Chancen ausrechnen. „Eine Wagenknecht-Partei hat ein Potenzial von bis zu 25 Prozent“ und würde „ganz direkt vor allem AfD und Linke schwächen, die bis zu jeden zweiten ihrer aktuellen Wähler verlieren könnten“, ist sich der Chef des Meinungsforschungsinstitut INSA, Hermann Binkert, sicher.
Weiterhin soll am 23.10. eine Art Programmentwurf vorgestellt werden. Wagenknechts Austritt aus ihrer alten Partei wolle sie jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bekanntgeben. Dennoch gilt es als sicher, dass der Abgang aus der Partei „Die Linke“ am Montag besiegelt wird.
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