Rentner stellt live im TV die Migrations-Frage, die alle Deutschen bewegt
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Der islamistische Terror-Anschlag von Solingen hat die Debatte um die illegale Massen-Migration nach Deutschland erneut befeuert. Während in der Ampel-Regierung der Fokus auf die Tatwaffe Messer und mögliche Verbote gelegt wird, zielt die Opposition mehr auf die Probleme der Einwanderung an sich, die steigende Gewalt, der Zuzug von Extremisten und die Einwanderung in die Sozialsysteme ab.
Ein Rentner aus Thüringen stellte nun live im TV die Migrations-Frage, die alle Deutschen bewegt!
Jürgen Hartmann war Gast in der Wahlarena des mdr in Thüringen. Am Sonntag finden dort Wahlen statt. Seine Frage war an Noch-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gerichtet:
„Sie haben zur Begrüßung der ersten Flüchtlinge auf Thüringer Boden auf einem Bahnhof den Satz gesagt: ‚Heute ist der schönste Tag meines Lebens‘. Nun möchte ich – viele Messerangriffe, Attentate und Vergewaltigungen und neun Jahre später – bitte wissen, wie denken Sie denn über diesen Satz?“
Es war der 6. September 2015 am Bahnhof in Saalfeld. Zu Beginn der Flüchtlingskrise kommt ein Zug mit Asyl-Bewerbern in Thüringen an, die Ramelow mit den folgenden Worten begrüßt: „Dass hier in Saalfeld heute der erste Zug ankommt in Deutschland mit syrischen Flüchtlingen (...), ehrlich gesagt: Das ist der schönste Tag meines Lebens.“ Später sagt er: „Inshallah (zu Deutsch: So Gott will, Anm. d. Red.), ich freue mich, dass ich euch hier begrüßen darf.“
Ramelow: Hatte nichts mit ankommendem Flüchtlings-Zug zu tun
Auf die Frage von Rentner Hartmann antwortete Ramelow in der mdr-Wahlarena aber nun ganz anders: „Das gibt mir Gelegenheit, den Satz zu erklären, weil der hatte mit dem Flüchtlings-Zug überhaupt nichts zu tun.“ Er habe an dem Tag eigentlich ganz andere Sorgen gehabt. Am Bahnhof habe er von einem Priester von der Flucht-Geschichte eines über 80-Jährigen aus Syrien erfahren, den er zurücklassen musste – der dann aber doch mit eben jenem Zug in Deutschland angekommen war und in seinem Rollstuhl herausgetragen wurde.
Ramelow: „Darauf bezog sich der Satz, weil ich sowas in meinem Leben noch nie erlebt habe, dass ein Mensch, der mir schildert, dass er zerrissen ist, weil er einen Menschen hinterlassen musste, der Hilfe braucht.“

Noch-Ministerpräsident Bodo Ramelow behauptete, seine Aussage habe sich auf etwas anderes bezogen.
Rentner Hartmann gab sich mit der Antwort auf seine Frage zufrieden.
Jedoch erscheint Ramelows Erklärung nicht gerade glaubwürdig: Er hatte die Aussage „Das ist der schönste Tag meines Lebens“ eindeutig darauf bezogen, dass der erste Zug mit syrischen Flüchtlingen, der in Deutschland ankam, ausgerechnet in Thüringen ankam („Dass hier in Saalfeld heute der erste Zug ankommt in Deutschland mit syrischen Flüchtlingen ...“).
Ob sich der Fall mit dem Flüchtling im Rollstuhl zugetragen hat, zeigen die Video-Aufnahmen des damaligen Tages nicht.
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