Schutz gegen hybride Bedrohungen: Frontstaaten fordern EU-Verteidigungslinie zu Russland
Ein Beitrag von
Polen, Litauen, Lettland und Estland fordern die Europäische Union zur Errichtung einer Verteidigungslinie entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland, um die EU vor militärischen und hybriden Bedrohungen zu schützen.
„Wir benötigen eine Verteidigungsinitiative, um die Europäer heute und in den kommenden Jahren zu schützen“, heißt es in einem Brief der Staats- und Regierungschefs der Länder vor dem am Donnerstag und Freitag stattfindenden EU-Gipfel an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel.
Als konkretes Projekt nennen sie den „Aufbau eines Verteidigungsinfrastruktursystems entlang der EU-Außengrenze zu Russland und Weißrussland“. Dies könne der dringenden Notwendigkeit gerecht werden, die EU vor militärischen und hybriden Bedrohungen zu schützen. Laut dem Brief beeinträchtige insbesondere die instrumentalisierte Migration die Sicherheit des gesamten EU-Gebiets. Damit sind gezielte Versuche gemeint, Menschen aus armen oder konfliktbeladenen Ländern in die EU zu schleusen.
Politische und finanzielle Hilfe benötigt
Das Ausmaß sowie die Kosten dieser Initiative erfordern sowohl politische als auch finanzielle Unterstützung der EU, heißt es in dem Schreiben, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Planung und Umsetzung sollten zudem in Abstimmung mit der NATO und deren militärischen Anforderungen erfolgen. Unterzeichnet wurde es vom polnischen Regierungschef Donald Tusk und der estnischen Ministerpräsidentin Kaja Kallas.

Donald Tusk
Kosten auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt
Hybride Bedrohungen umfassen eine Kombination aus militärischen und nicht-militärischen, verdeckten und offenen Mitteln wie Desinformation, Cyberangriffe, wirtschaftlichen Druck und das gezielte Schicken von Migranten über die Grenzen. EU-Diplomaten schätzen die Kosten für den Bau einer solchen Verteidigungslinie entlang der 700 Kilometer langen EU-Grenze zu Russland und Weißrussland auf etwa 2,5 Milliarden Euro.
Mehr NIUS:
Die skurrilsten Beschlüsse des Linken-Parteitags
Regierungs-Kommission fordert die AfD-Rente – die große NIUS-Analyse zu den 33 Empfehlungen
Bericht: Das will die AfD an deutschen Schulen und Universitäten verändern
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Mehr NIUS:
Erst „faschistische Politik“ unterstellen, dann Reue bekunden: Linken-Chef bittet CDU um Entschuldigung
„Den Garaus machen“: Linke-Fanatiker ruft auf Parteitag zu Mord an Kapitalisten auf
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission
Neues Heizungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe kündigt Klimaklage vor Bundesverfassungsgericht an
Neuer Linken-Chef Pantisano: Es gibt keinen Unterschied zwischen der CDU und den Faschisten
Climate-Trouble: „Sie steckten mich in einen fensterlosen Raum“ – wie ein kritischer Professor aus seiner Universität gemobbt wurde
Kretschmer kritisiert AfD-Strategie: „Das bloße Ausgrenzen bringt nichts“
Aus Angst vor einer AfD-Regierung: Innenminister planen neue deutsche Sicherheitsarchitektur
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare