Schweizer Top-Journalist zieht Bilanz: Merkel hat nichts Großes geleistet
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Dieser Schweizer ist alles andere als neutral …
Eric Gujer ist seit 2015 Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung, hat einen unbestechlichen Blick auf Deutschland. Über die 16-jährige Amtszeit von Angela Merkel (CDU) sagt er: „Sie gehört nicht in eine Reihe mit den großen Kanzlern.“
Dafür hätte sie schließtlich etwas Großes leisten müssen, erklärt Gujer bei „Schuler! Fragen, was ist“. Die Methode Merkel beschreibt er wie folgt: „Opportunismus aufgrund von Umfragen und von tagespolitischen Stimmungen.“ Als Beispiele nennt er das Ende der Wehrpflicht oder den Ausstieg von der Atomkraft, nachdem zuvor die Laufzeiten verlängert wurden. Alles Entscheidungen, die von Stimmungen im Volk geleitet waren: „Sie hat geliefert, was bestellt worden war.“
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Und warum hat Merkel nichts Großes geleistet? Gujer meint, ihr würde bis heute nachgesagt werden, sie habe ruhig Blut bewahrt in schweren Lagen. Dass sie eine gute Krisenmanagerin gewesen sei. „Aber das Problem am guten Krisenmanagement ist auch, es kam immer wieder die nächste Krise. Und so sah sie sich nie dazu gezwungen, wirklich auch mal zu überlegen: Was wären wieder Reformen, die wir anpacken müssten. Weil das eben fehlt, ein großes Werk, das sie hinterlassen hat, würde ich sagen, sie gehört nicht in eine Reihe mit den großen Kanzlern.“

NZZ-Chefredakteur Gujer kritisiert die Altkanzlerin, NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler ist mit Merkel um die Welt geflogen
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