Skandal im Schleswig-Holsteiner Sozialministerium: Porno-FDP-Transfrau soll über Jugendliche beraten
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Im Schleswig-Holsteiner Sozialministerium soll eine Transfrau mit pornografischen Vorlieben einer Arbeitsgruppe angehören, die über Jugendliche beraten soll. Im Ministerium von Aminata Touré (Grüne) herrschen derzeit ohnehin chaotische Zustände. Zuletzt war interne Kritik an ihrem Führungsstil öffentlich geworden. Mehrere Mitarbeiter des Ministeriums gaben ihren Rücktritt bekannt oder wurden entlassen.
Das Chaos im Sozialministerium von Schleswig-Holstein nimmt derzeit kein Ende: Nach Personalentlassungen und interner Kritik am Führungsstil von Ministerin Aminata Touré (Grüne) folgt nun der nächste Skandal.
Ein Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Schleswig-Holstein soll künftig als Sprecherin einer Arbeitsgruppe der Behörde angehören, um über non-binäre Jugendliche zu beraten. In den sozialen Medien stellt die Transfrau Stéphanie M. Hochsprung ihre Vorliebe für pornografische Inhalte ganz offen zur Schau: „Ich liebe es, M***** zu lecken, aber ich mag keine Haare in meinem Mund, aber bei deiner M***** könnte es klappen, außerdem ist sie so prominent …“, heißt es in einem englischsprachigen Tweet von Hochsprung unter dem Bild einer nackten Frau.
An anderer Stelle schreibt Hochsprung: „Ich würde gerne das ganze Fett aus deiner M**** saugen und es in deine T***** pressen ...“ Unter einem Pornovideo postete das Vorstandsmitglied des LSVD Schleswig-Holstein am 28. März: „Hmmh … in diesem Outfit siehst du aus wie eine junge Großmutter ... ich weiß nicht, ob ich meine Großmutter f***** möchte ...“

Ein Tweet der neuen Sprecherin einer Arbeitsgruppe, die Jugendliche aufklären soll.
Kritik an der Arbeit von Aminata Touré: „alles in allem ein „Desaster“
Hochsprung soll seit Mittwoch als Sprecherin einer Arbeitsgruppe im Sozialministerium von Schleswig-Holstein angehören, um „Handlungsempfehlungen zum Umgang mit den Herausforderungen in den Lebensrealitäten von nicht-binären und trans* Jugendlichen erarbeiten“, wie der LSVD Schleswig-Holstein am Freitag bekannt gab. Das Sozialministerium war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Wie viel Fördermittel die Arbeitsgruppe erhalten soll, bleibt damit unklar. Im Raum steht zudem die Frage, inwiefern Hochsprung geeignet ist, über Jugendliche aufzuklären.

Der Lesben- und Schwulenverband freut sich über die Ernennung.
Stéphanie M. Hochsprung ist FDP-Mitglied und arbeitete mindestens zeitweise in der FDP-Fraktion Uetersen. 2019 stand die neue Sprecherin des Arbeitskreises im Sozialministerium für die FDP zur Wahl als Stadtrat in Uetersen.
In den vergangenen Tagen stand das Sozialministerium in Kiel des Öfteren im Fokus der medialen Berichterstattung: Zuletzt war interne Kritik am Führungsstil der 31-jährigen Ministerin Touré öffentlich geworden. Ihre Arbeit sei alles in allem ein „Desaster“, zitierten die Kieler Nachrichten einen hochrangigen Vertreter der Sozialverbände. Bei Beschwerden reagiere sie mit „Gipfeltreffen“, „Spitzendialogen“ und „Runden Tischen“. „Aber was folgt? Sie postet drei Instagram-Bilder und dann: Still ruht der See.“ Mittlerweile würden sich die Sozialverbände mit ihren Anliegen nicht mehr an Touré, sondern direkt an Ministerpräsident Günther wenden.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung in Schleswig-Holstein, nehmen am Parteitag der Grünen Schleswig-Holsteins zur Europawahl 2024 teil.
Die SPD will das Vorgehen von Touré prüfen
Zwei Gleichstellungsbeauftragte im Ministerium hatten zuletzt aus unbekannten Gründen ihre Kündigung eingereicht. Auch um die Entlassung der Sozialstaatssekretärin Marjam Samadzade gibt es noch immer Ärger. Nach einem israelkritischen Instagram-Post hatte Samadzade ihren Posten im Ministerium räumen müssen. „Danke für diese klaren Worte“, schrieb sie unter einen Instagram-Post der linken Antirassismus-Aktivistin Alice Hasters, in dem diese die israelische Regierung für einen angeblichen Bruch des Völkerrechts nach den Terror-Angriffen der Hamas verurteilte.
Hasters kritisierte auch die „uneingeschränkte Solidarisierung internationaler Regierungen“ mit Ministerpräsident Netanjahu und seinem Kabinett. Die SPD will nun die Akten der Landesregierung prüfen und dem Verdacht nachgehen, dass die Landesregierung das Parlament falsch über diesen Vorgang informiert hatte.
Mit 27 Jahren wurde Aminata Touré Vizepräsidentin im Landtag von Schleswig-Holstein. Zwei Jahre später übernahm sie das Sozialministerium unter der Regierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).
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