Skandal in deutschen Zeitungen: Traueranzeige für Rote-Armee-Fraktion-Terroristen
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- Der ehemalige RAF-Terrorist Rolf Heißler ist am 18. Mai dieses Jahres gestorben.
- In der letzten Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitungsowie in der SZ Gedenken wurde für den verurteilten Mörder nun jeweils eine Traueranzeige veröffentlicht.
- Der ehemalige RAF-Terrorist saß von 1982 bis 2001 für den Mord an zwei niederländischen Zollbeamten im Gefängnis.
Der ehemalige RAF-Terrorist und verurteilte Mörder Rolf Heißler wurde mit einer Traueranzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geehrt. Auf Seite 11 der Samstags-Ausgabe versteckt sich zwischen gewöhnlichen Familienanzeigen ein Nachruf für Heißler von seinen „Gefährten“. Das gleiche bei der SZ Gedenken – und dass, obwohl seine terroristische Vergangenheit explizit genannt wird.

Auf der Anzeige steht neben einem Zitat von Leonard Cohen, dass suggeriert, dass er einen Riss („crack“) hinterlässt, folgender Satz: „Er hatte eine lange politische Geschichte, angefangen mit der Studentenbewegung in München, nach 1975 in der RAF, dann über 20 Jahre Knast, zuletzt im Gallusviertel in Frankfurt.“ Von nun an würde er für „immer fehlen“, heißt es in der anonymen Anzeige, die mit „Weggefährt:innen und Gefährten“ unterzeichnet wurde.
Mehrfacher Mörder und Mitglied der RAF-Terrorgruppe
Rolf Heißler ist ein ehemaliges Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF), einer linksextremen terroristischen Organisation in Deutschland, die in den 1970er und 1980er Jahren aktiv war. Geboren im Jahr 1948, wurde Heißler in den 1970ern für eine Reihe von gewalttätigen Angriffen und Morden verurteilt.
Darunter der Mord an zwei niederländischen Zollbeamten. Gemeinsam mit Adelheid Schulz – ebenfalls bei der RAF – geriet er am 1. November 1978 in den Niederlanden in eine Passkontrolle. Sie griffen die Beamten an und gaben auf die bereits verletzten Beamten aus nächster Nähe tödliche Schüsse ab. 1982 wurde Heißler wegen gemeinschaftlichen Mordes, gemeinschaftlichen schweren Raubes und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Im Jahr 2001 wurde er entlassen.
Insgesamt ist die RAF für mindestens 33 Morde verantwortlich.
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