Söder setzt Teilnahme und Schirmherrschaft für Weimers „Ludwig-Erhard-Gipfel” aus
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Bei einer Pressekonferenz in Bamberg erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die Schirmherrschaft, Teilnahme und den Staatsempfang beim diesjährigen „Ludwig-Erhard-Gipfel“ der Weimer Media Group auszusetzen.
Söder sagte genau: „In der Diskussion um die Frage, wie es am Tegernsee beim ‚Ludwig-Erhard-Gipfel‘ weitergeht, haben wir in unserer juristischen Abteilung die Debatten geprüft. Der Vorgang ist dort vorläufig als ‚abgeschlossen‘ bewertet worden. Allerdings fehlen noch Gutachten, die insbesondere von der Weimer Group selbst in Auftrag gegeben wurden. Da dies in der Kürze der Zeit nicht vollständig abbildbar war, haben wir uns entschieden, für das Jahr 2026 auszusetzen – sowohl die Schirmherrschaft als auch die Teilnahme und den entsprechenden Staatsempfang. Wir haben das natürlich bereits mitgeteilt, und man hat dafür Verständnis.“
Söder stellte klar: „Das ist keine Verurteilung und auch keine vorläufige Bewertung. Es ist vielmehr eine faire Balance. Solange nicht alle Informationen vorliegen, halte ich ein vorläufiges Aussetzen an dieser Stelle – jedenfalls was mich als Person betrifft – für angemessen.“
Weimer wegen Ludwig-Erhard-Gipfel massiv in der Kritik
Der Ludwig-Erhard-Gipfel war in die Kritik geraten, weil die Weimer Media Group dort „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ für bis zu 80.000 Euro verkauft. An dem Gipfel nehmen auch regelmäßig Kabinettskollegen von Wolfram Weimer teil. Er selbst hält fünfzig Prozent der Anteile an der den Gipfel austragenden Weimer Media Group.
Den Vorwurf der Korruption und des Verkaufs seiner politischen Kontakte wies Weimer stets zurück. Er habe mit dem Rückzug als Geschäftsführer aus dem Unternehmen zu Beginn seiner Amtszeit alles getan, was das Gesetz von ihm erfordere. Kritiker werfen ihm vor, als Regierungsmitglied zu mehr moralischer Integrität als bloß Gesetzestreue verpflichtet zu sein.

Markus Söder (links) und Wolfram Weimer (rechts) auf dem Ludwig Erhard Gipfel 2022.
Nach einer Welle öffentlicher Kritik verkündete Weimer, seine Firmenanteile an eine Treuhand übergeben zu haben. Die Bundesregierung kann hierfür jedoch weder einen Nachweis erbringen noch sagen, wer der Treuhänder ist. Weimer behauptete zudem stets, dass seine Stimmrechte nicht gewinnberechtigt gewesen wären.
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