Stromausfall-Terror in Berlin: Giffey (SPD) eröffnet den Verschlaf-Wahlkampf gegen Wegner (CDU)
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In der Hauptstadt der Bundesrepublik sorgt der Regierende CDU-Bürgermeister Kai Wegner weiter für Irritationen. Auf einer Pressekonferenz am Montag wurde er sogar von seiner SPD-Konkurrentin Franziska Giffey auf offener Bühne attackiert.
Sehen Sie hier die Details im Video:
Hat Kai Wegner den Stromausfall verpennt?
Mit widersprüchlichen Aussagen ließen er und seine Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erahnen, dass Kai Wegner zum Zeitpunkt des Stromausfalls wohl noch nicht wach gewesen sei. Wegner gab zu, erst um kurz nach 8 Uhr am Samstagmorgen von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) informiert worden zu sein. Giffey entgegnet: „Ich bin am Samstag kurz nach 6 Uhr von der Innensenatorin informiert worden. Mich hat sie nicht aus dem Bett geholt.“

Kai Wegner steht für sein Krisenmanagement seit Tagen in der Kritik
Bürgermeister war zwei Stunden nicht erreichbar
Wegner schien in der Folge für zwei Stunden am Samstagmorgen nicht erreichbar. Niemand konnte zu ihm durchdringen. Dabei ist es in so einer führenden Position als Landeschef üblich, in Notfällen stets erreichbar zu sein. „Man wusste über eine große Notlage mitten in Berlin, die Zehntausende betrifft. Und man hat anscheinend versucht, den Regierenden Bürgermeister wachzuklingeln. Und er lag einfach noch im Bett“, kommentiert Pauline Voss, stellvertretende Chefredakteurin von NIUS, den Auftritt von Wegner.

Auf offener Bühne setzte Giffey Spitzen gegen Wegner
„Er behauptet, er habe sich in Berlin befunden, habe sich in seinem Homeoffice eingesperrt in dieser Krisensituation und dann von dort alles geregelt. Es passt alles vorne und hinten nicht zusammen“, ergänzt sie. „Wieso fährt er nicht in so einer wichtigen Lage in sein Büro?“
Politische Spiele neun Monate vor der Wahl
Klar ist: Mit ihren Kommentaren eröffnet SPD-Frau Giffey den Wahlkampf rund neun Monate vor der Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin. Statt innerhalb der Koalition in einer Reihe zu stehen, offenbart Giffey bewusst das Versagen ihres Kabinettskollegen. Spätestens am 20. September übernimmt jemand Neues im Roten Rathaus, wenn Kai Wegner seine Position nicht halten kann.
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