Studie zeigt: Italien-Überschwemmungen waren kein Klimawandel
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- Der Klimawandel war nicht der Grund für die Überschwemmungen in Italien.
- Eine Studie eines renommierten Instituts widerlegt Instrumentalisierung von grünen Politikern und Aktivisten.
- Auch der Gardasee ist wieder normal gefüllt.
Die Überschwemmungen in Norditalien, die 17 Menschenleben gekostet haben, waren – anders als in Deutschland medial und von vielen Politikern und Aktivisten berichtet – keine direkte Folge des Klimawandels. Das zeigt eine Studie der weltweit angesehenen „World Weather Attribution“, das sich exakt mit der Frage beschäftigt, welche Wetterereignisse Klimawandel-Folge sind – und welche nicht.
Bei den starken, über 21 Tage andauernden Regenfällen in Italien habe es sich, so die Autoren, schlicht um ein „extrem seltenes“ Wetterereignis gehandelt, wie so nur alle 200 Jahre vorkomme. Die Daten würden zeigen, dass solche Extrem-Ereignisse weder häufiger vorkämen, noch stärker würden, heißt es weiter. „Dies deutet darauf hin, dass im Gegensatz zu den meisten Teilen der Welt in der Region Emilia-Romagna im Frühjahr tatsächlich keine Zunahme von Starkregenereignissen festzustellen ist“, schreiben die Autoren wörtlich.
Wie das Leid in Italien politisch instrumentalisiert wurde
Im politischen Berlin klang das völlig anders – dort wurde das Leid in Nord-Italien dem Klimawandel zugerechnet und für die eigene Politik instrumentalisiert: „Europäische Opfer der Klimakatastrophe“, schrieb die grüne Spitzenpolitikerin Kathrin Goering-Eckardt bei Twitter. Wer noch mit Klimaschutzmaßnahmen warten wolle, solle „zu unseren Nachbarn nach Italien schauen“, schreibt weiter mit dem Hashtag #CO2freiheizen, eine eindeutige Verknüpfung mit der Debatte um das Gebäudeenergiegesetz.
Auch deutschlands bekannteste Klimaaktivsten wollten das Leid der Menschen in Italien für ihre Agenda ausnutzen: „Fridays for Future“-Gesicht Luisa Neubauer zählte 11 Tote durch Erdrutsche in Italien auf und fügte zynisch an, dass es aber teuer wäre, sich schnell von fossilen Heizungen schnell zu verabschieden. Und weiter: „Noch teurer wäre nur, nichts zu tun.“ Carla Hinrichs, die Sprecherin der sogenannten „Letzten Generation“, erklärte unter anderem mit den Worten „Überschwemmungen in Italien, Menschen sterben“, warum sie und ihre Mitstreiter sich weiter festkleben.
Und zahlreiche deutsche Medien waren sich einig, warum es in Italien zum Hochwasser kam: „Klimawandel bedroht Mittelmeerraum“, titelte der „Spiegel“, „Extremwetter infolge des Klimawandels“, war in der „taz“ zu lesen, „Schuld ist der Mensch“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ (immerhin mit dem Hinweis, welche Rolle die dichte Bebauung auf die Flut hatte).
Skurrilerweise ist in Italien sogar das komplette Gegenteil der Fall: Im zentralen Mittelmeerraum sorgt die globale Erwärmung – anders als in vielen anderen Regionen der Welt – sogar dafür, dass es seltener zu Starkregen kommt, weil weniger Tiefdruckgebiete entstehen, heißt es weiter von den Experten „World Weather Attribution“ – dieser Effekt würde eine Mehrzahl an starkem Regen aus anderen Gründen ausgleichen.
Vielmehr befördere die dichte Bebauung im Norden Italiens die Auswirkungen von Extremwettereignissen, weil die Wasserableitung eingeschränkt und das Überschwemmungsrisiko somit erhöht würde.
Wasserstand am Gardasee wieder normal
Die andauernden Regenfälle haben außerdem dafür gesorgt, dass sich die Situation am Gardasee, der einige Wochen zuvor als medialer und aktivistischer Klimawandel-Beleg herhalten musste, normalisiert hat. „Der Wasserstand ist kontinuierlich gestiegen und liegt heute bei 90,6 Zentimeter, was 85,2 Prozent des historischen Durchschnittswertes für diesen Zeitraum des Jahres (106,4 Zentimeter) entspricht“, erklärt Prof. Dino Zardi, Klimaexperte an der Universität in Trient, gegenüber Pleiteticker.
In deutschen Medien waren noch im April Meldungen zu lesen, wonach ein „Krieg um Wasser“ zu erwarten sei, dass die Dürre „katastrophal“ sei und der bis zu 365 Meter tiefe See nur noch zu 38 Prozent gefüllt sei – alles unter Verweis auf Dürre infolge des Klimawandels.
Pleiteticker-Recherchen am Gardasee zeigten, dass die Menschen am See die Panik in den deutschen Medien nicht teilen konnten und dass der See zwar in der nähe eines historischen Tiefpunktes stand mitnichten kurz vor dem Austrocknen stand.
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